News-Archiv

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Bericht aus der Präsidiumssitzung

In der letzten Präsidiumssitzung am verganenen Donnerstag (9. Juli) besprach das LTV-Präsidium neben den zahlreichen Themenaspekte rund um die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf den Trainings-, Sport- und Lehrbetrieb (siehe separate News) ebenso viele weitere Themen im Rahmen einer Videokonferenz:

So wurde beschlossen, da keine Sichtung für die Lateinkader stattfinden konnte, dass die Kader-Zugehörigkeit aller bisherigen Lateinkader-Paare um ein Jahr - bis zum Frühjahr 2021 - verlängert wird, sofern alle Rahmenbedingungen einer Kadermitgliedschaft erfüllt sind. Neu hinzu kommen jene Paare, die sich über die Platzierung bei den Landesmeisterschaften 2020 qualifiziert hatten.

Für den Monat September sind zahlreiche Treffen zwischen Präsidiums- und Vereinsvertretern geplant: So soll nach Möglichkeit am 1. September (Dienstag) ein Vorsitzenden-Treffen erfolgen, für den 8. September (Dienstag) wird das nächste Treffen der Breitensport-Beauftragten aus den Vereinen anberaumt und am 17. September (Donnerstag) trifft sich der LTV-Sportausschuss, also die Versammlung der Sportwarte aus den Berliner LTV-Mitgliedsvereinen.

Die Auflösung des BRRT, des ehemaligen Landesfachverbandes für Rock'n Roll und Boogie Woogie, ist mittlerweile im Vereinsregister eingetragen. Die Vertretung der Vereine in diesen Tanzsportarten hat bis auf Weiteres ein Beauftragter, Michael Schatz, übernommen, der an den regelmäßigen Sitzungen des Präsidiums bis zum kommenden Verbandstag teilnimmt.

Der LTV-Verbandstag 2020 wird aktuell für Ende September/Anfang Oktober geplant. Am gleichen Tag soll zeitlich vorgeschaltet, die Jugendvertreter-Versammlung der Berliner Tanzsport-Jugend stattfinden.

Die Planungen für den Berliner Freizeit-Tanzsport-Kongress (Freitako) am 21. und 22. November 2020 sind abgeschlossen. Hierzu erscheint in Kürze eine separate News.

von Thorsten Süfke

Neues von Corona - Lockerungen für Landeskader in Aussicht

Am Dienstag (30. Juni) fand das angekündigte Spitzengespräch in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport statt. Für die Kontaktsportarten war die Präsidentin des Berliner Karate-Verbandes und zugleich Vorsitzende der LSB-Präsidentenversammlung, Kathrin Brachwitz, eingeladen. Im Nachgang fasst sie zusammen: „das Gespräch war ziemlich frustrierend…es bleibt alles quasi wie gehabt…einzig für Landeskader soll es demnächst Ausnahmeregelung geben.“

Vielleicht haben einige den im Nachgang erschienenen Artikel im Tagesspiegel gelesen.

Der positive Aspekt ist, dass nunmehr die Senatsverwaltung alle Landesfachverbände hinsichtlich der Landeskader kontaktierte. Hier wird es jetzt in Kürze eine Lösung im Sinne des Sports geben:

Da wir ja bereits Anfang Juni in dieser Richtung tätig waren, konnten wir als erster Verband noch vor Eingang der offiziellen schriftlichen Anforderung, unsere Landeskader zu benennen, alle Namenslisten einreichen. Und der Zugang des entsprechenden Bescheids wird Anfang nächster Woche erwartet. Darin sind alle Landeskader-Paare des LTV Berlin  namentlich aufgeführt, die keinen gemeinsamen Haushalt haben, und diese können überall im Land Berlin unter den Hygiene-Vorschriften der jeweiligen Trainingsstätte bzw. des Vereins mit Kontakt trainieren. Ursprünglich sollte dies je Paar auf einen bestimmten Trainingsort beschränkt sein, aber diese Überlegung kommt nun nicht zum Tragen.

Der LTV Berlin wird das Dokument den Paaren direkt zukommen lassen. Diese müssen sich dennoch vollständig dem jeweiligen Hygiene-Konzept unterordnen und auf jeden Fall in der Anwesenheitsdokumentation bei jedem Training in der Trainingsstätte/im Verein aufgeführt werden. Weitere Voraussetzungen müssen die Landeskader-Paare nicht erfüllen. Die Rahmenbedingungen für die Bundeskader-Paare bleiben hingegen unverändert.

Hinsichtlich der Klage-Planung des Landesruderverbands Berlin sind weitere Kontaktsport-Fachverbände und der LSB Berlin in intensiven Gesprächen. Risiken, Kosten und Aussichten des Rechtsstreit werden wir genau abwägen.

Ein weiteres positives Signal ist, dass das LLZ Tanzen für die Landeskader-Paare und das Landeskader-Training vielleicht bald wieder geöffnet wird. Allerdings müssen hier noch Absprachen mit der Velomax (Max-Schmeling-Halle) als Hausherr erfolgen und dann ein passendes Hygiene-Konzept erstellt sowie die Trainingsaufsicht organisiert werden.

Freies und offenes Leistungssporttraining wird jedoch absehbar noch nicht möglich sein und hinsichtlich der Vereinszeiten haben wir noch keine weitergehenden Informationen.

Und auch Vereine im Formationsbereich, die Teams in der 1. und 2. Bundesliga haben, können von einer Lockerung profitieren: Hier können ebenfalls Sondergenehmigungen für die Formationen beantragt werden.

von Thorsten Süfke

Neues von Corona

Liebe Berliner Tanzsportler,

am Dienstag (23. Juni) gab es viele News-Ticker-Meldungen, die von Lockerungen in Berlin sprachen und eine neue Eindämmungsverordnung, die mittlerweile Zwöfte, ankündigten.

Auf den „bösen“ Brief des LSB Berlin und vieler Sportfachverbände von Anfang letzter Woche - wir hatten darüber berichtet-, gab es leider bis Ende letzter Woche keine Reaktion seitens des Senats. Unter Verweis auf die Entscheidungsabsicht des Senats am Dienstag, wurde dann eine Beantwortung für den gleichen Tag angekündigt.

Am Nachmittag des Dienstags (23. Juni) erschien dann folgende Pressemitteilung der Senatskanzlei:

Darin steht u.a.

Anwesenheitsdokumentation:
Damit das Gesundheitsamt mögliche Kontaktpersonen schnell ansprechen kann, ist es wichtig, dass sie Listen mit Kontaktdaten von Menschen nutzen kann. Solche Anwesenheitsdokumentationen müssen …, für den Sportbetrieb und … mit mehr als 20 zeitgleich anwesenden Personen geführt werden.

Mund-Nasen-Bedeckung:
Eine Mund-Nasenbedeckung ist vor allem in geschlossenen Räumen wichtig, um andere Menschen vor Infektionen zu schützen. Sie ist zu tragen … in Sportanlagen oder Fitnessstudios (nicht beim Sport selbst). Ausnahmen gibt es unter anderem für Kinder unter sechs Jahren und für Menschen mit Behinderung oder gesundheitlichen Einschränkungen.

Weitere Hygiene- und Schutzregeln für besondere Bereiche (Auswahl):
...Sport darf kontaktfrei unter Einhaltung der Abstandsregeln stattfinden.

Aktuell wissen wir und der Landessportbund Berlin noch nicht mehr. Wir werden vermutlich wieder den finalen Wortlaut der neuen Eindämmungsverordnung abwarten und dann weiter informieren.

 

von Thorsten Süfke

Corona und Paartanz - Noch immer dürfen nicht alle tanzen

Aktuell dürfen beim Paartanz nur zwei Personen, die einen gemeinsamen Lebensmittelpunkt haben, zusammen tanzen und die Vorgaben der aktuellen (9. und 10.) Eindämmungsverordnung werden durch bezirklich Alleingänge eingeschränkt.

Dies alles ist noch nicht so recht erfreulich und von daher haben mehrere Kontaktsportarten (Tanzen, Karate und Fechten) an den LSB-Präsidenten und -Direktor geschrieben.

In dem Schreiben heißt es „im Rahmen der Möglichkeiten konnten wir für den Berliner Sport in den vergangenen Wochen einiges im Rahmen der Lockerungen erreichen. Das war gut, zu dem Zeitpunkt Ende Mai ein wichtiges Signal, aber aus heutiger Sicht und im weiteren Verlauf nicht ausreichend. Nach wie vor, so ist nicht nur unser Eindruck, steht der Sport – und einige (Kontakt-)Sportarten sehr deutlich – ganz am Ende der Themenkette der politisch handelnden Personen. Auch die Positionen der für den Sport zuständigen Senatsverwaltung werfen immer mehr Fragen auf…eigentlich mehr Stirn runzeln und dann Verärgerung.

Die in Corona-Zeiten neu definierte Sportarten-Gruppe der Kontaktsportarten wird in Berlin leider gänzlich unbeachtet (außer bei der Verbotsaufzählung), wohingegen es mittlerweile in wohl allen anderen Bundesländern den Wegfall der Kontaktbeschränkungen im Sportbereich gibt – zumindest, wenn es einen festen Sportpartner/in gibt. Jegliche Kompromissvorschläge unsererseits (z.B. feste Trainingspartner, Kleinst- und kleine Gruppen), mindestens für die Landeskader, werden von der Verwaltung vom Tisch gewischt. Aber selbst dieser Kompromiss wäre nur ein längst überfälliger Schritt, denn in anderen Bundesländern wird es sogar bald wieder erste Turniere geben (auch wenn die DTV-Empfehlung lauten wird, dass bis 30. September auf offene Turniere verzichtet wird).

Ferner haben die drei Verbände aufgeführt: „Die nach der Berliner Landesverordnung mögliche Freigabe der gedeckten Sportanlagen wird von den Bezirken nur teilweise umgesetzt. Es gibt ein geheimes Dokument, welches nicht durch die Verordnung begründet ist, von der SenInn aber als Maßgabe an die Bezirke versandt wird. Zudem werden in diesem Dokument Vorgaben gemacht, die den Ausführungen der Verordnung widersprechen (z.B. Kontaktverbot für Personen eines Haushalts beim Sport treiben, Reduzierung von Personen pro Trainingsgruppe per qm-Definition).

Und obwohl qualitativ hochwertige Hygienekonzepte von Verbänden und Vereinen vorliegen, bleiben diese gänzlich unbeachtet, wohingegen private/kommerzielle Anbieter auf Basis ihrer Hygiene-Konzepte eine Sondergenehmigung nach der anderen bekommen (für Schwimmbäder und Tanzschulen). Wieso erreicht die Senatsverwaltung für Wirtschaft für deren Klientel mehr als die Senatsverwaltung für Inneres und Sport für alle Beteiligten der Sportmetropole Berlin?

In der Konsequenz auch dieses Schreibens hat der LSB Berlin am 16. Juni (Dienstag) an den Senat geschrieben. Darin heißt es u.a. „die derzeitige Situation des Berliner Sports, insbesondere nach der verspäteten Öffnung von gedeckten Sportanlagen, hat bei vielen unserer Vereine und Verbände starke Irritationen ausgelöst. Nach der aktuell geltenden Rechtsverordnung ist es nicht plausibel zu erklären, warum in der Anwendung mit unterschiedlichem Maß gemessen wird. So nehmen wir zur Kenntnis, dass der Schulsport in Sporthallen mit einer Trainingsgruppenstärke von 16 Personen durchgeführt werden kann, hingegen die Gruppenstärke einer privaten Sportschule lediglich acht Personen umfassen darf. Andererseits soll der Vereinssport nach der aktuellen Verordnung mit bis zu 12 Personen (unter Reduzierung von Personen pro Trainingsgruppe per qm-Definition) zulässig sein. Darüber hinaus hebelt das weiterhin nicht final abgestimmte Rahmenkonzept zur Sporthallennutzung, auf welches jedoch sämtliche Berliner Bezirke Bezug nehmen, durch eine Abstandsregelung von 30 qm² pro Person diese Vorgaben aus.“

Und abschließend hat der LSB Berlin formuliert: „Wir stellen uns daher an die Seite der Vereine und Verbände und fordern eine unmissverständliche, klarstellende und verbindliche Aussage zu den Abstandsregelungen, den geltenden Gruppenstärken und den weiteren Fragestellungen ..“

Da in der nächsten Woche eine neue, aktuelle Version der Landesverordnung vom Senat beraten und beschlossen werden soll, hoffen wir, dass die deutliche und öffentliche Kritik nunmehr endlich aufgegriffen und sachlich beantwortet wird – im Idealfall durch weitere, sinnvolle und den Hygieneempfehlungen entsprechenden Lockerungen für den Sport.

Denn – so der Standpunkt der Verbände: Der Sport leistet immer seinen Beitrag für die Gesellschaft – im sozialen, im integrativen, im inklusiven und gesundheitlichen Bereich – doch mit der Flüchtlingskrise und jetzt der Corona-Pandemie wurde/wird den Sportvereinen ein großer Anteil der Folge-Bewältigung aufgebürdet. Wir müssen deutlich machen, dass der Titel einer Ehrenamt-Hauptstadt (den Berlin im Jahr 2021 trägt) nicht das Papier seiner Benennung wert ist, wenn jahrzehntelang gewachsene Arbeit und Strukturen des Ehrenamts im Sport in Krisenzeiten keine aufrichtige Unterstützung und Gleichberechtigung mit anderen gesellschaftlichen Bereichen erfahren, sondern vielmehr durch gefühlte Ignoranz und konkrete Benachteiligung zunichte gemacht werden. Hier entsteht eine ungerechtfertigte, gesellschaftliche Differenz zu Lasten des Sports. Und den Ehrenamtlichen in den Vereinen wird eine Moderationskompetenz zwischen Mitgliedern und politischen Entscheidungen abverlangt, die weit über die übliche, selbstverständliche ehrenamtliche und gesellschaftliche Funktion hinaus geht.

Bei allem Erreichten, wir sind leider noch nicht in der Endrunde angekommen.

Thorsten Süfke, Präsident Landestanzsportverband Berlin e.V.

von Thorsten Süfke

Berlin darf wieder etwas Tanzen

- 2. Aktualisierung in Bezug auf die bezirklichen Sporthallen am 9. Juni -

Mit der Neunten Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 des Senats von Berlin vom 29. Mai sind seit 2. Juni Paartanz und Sport in Gruppen in gedeckten Sportanlagen (Tanzräumen) wieder erlaubt: "Die Sportausübung erfolgt kontaktfrei und unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen den Sportlerinnen und Sportlern sowie zu anderen Personen; der Mindestabstand gilt nicht für den in § 1 Satz 3 genannten Personenkreis (Ehe- oder Lebenspartnerinnen und -partner, Angehörige des eigenen Haushalts und für Personen, für die ein Sorge- und Umgangsrecht besteht)".

Dabei gilt es zu beachten:

  • Personen, die nicht in einem Haushalt leben, müssen weiterhin Abstand zueinander halten (1,5m),
  • die mittlerweile bekannten Hygiene- und Desinfektionsregelungen werden eingehalten (hier verweisen wir auf den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard der VBG, der speziell für unser Sportart geschrieben, ausgehangen und umgesetzt werden sollte),
  • Umkleiden und WC- Anlagen sind zu öffnen, diese sind regelmäßig zu lüften. Duschen dürfen nicht genutzt werden, sonstige Räumlichkeiten bleiben geschlossen,
  • Körperpflege findet in der Sportanlage nicht statt,
  • zur Vermeidung von Ansammlungen, insbesondere von Warteschlangen, erfolgt eine Steuerung des Zutritts zur Sportstätte durch den Verein,
  • Risikogruppen werden keiner besonderen Gefährdung ausgesetzt,
  • Zuschauerinnen und Zuschauer sind nicht zugelassen und
  • soweit der Übungs- und Lehrbetrieb in gedeckten Sportanlagen stattfindet, sind diese regelmäßig – mindestens bei jedem Wechsel der nutzenden Trainingsgruppe oder Trainingsgruppen – und ausreichend zu lüften. Soweit keine Lüftungsmöglichkeit besteht, ist der Sportbetrieb weiterhin untersagt.

Wir empfehlen ferner eine Anwesenheitsdokumentation, intensivierte Reinigung und Desinfektion sowie den deutlich sichtbaren Aushang des Schutz- und Hygienekonzepts.

Definition Gruppe: die Trainingseinheiten erfolgen ausschließlich individuell, zu zweit oder in Kleingruppen von höchstens 12 Personen (einschließlich der Trainerin oder des Trainers oder sonstiger betreuender Personen).

Landeskader, die nicht in einem Haushalt leben: Hier gibt es weiterhin noch keine Erlaubnis für Paartraining. Hier haben wir bereits weiterführende Gespräche gestartet.

LLZ Tanzen: Bleibt zunächst weiterhin geschlossen!

Bezirkliche Sporthallen: Nachdem sich die für den Sport verantwortlichen Bezirksstadträtinnen und -räte in einer gemeinsamen Sitzung vor Pfingsten darauf geeinigt hatten, dass die Sporthallen frühestens ab  8. Juni 2020 wieder geöffnet werden sollten, kommt es nun doch leider ganz anders. Manche Bezirke (Tempelhof-Schöneberg, Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg) lassen die Hallen bis zu den Sommerferien geschlossen, in anderen ist die Wochenendnutzung ausgeschlossen (Steglitz-Zehlendorf) oder es werden nicht alle Sporthallen bereitgestellt (Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau).

Die Aussage mancher bezirklicher Sportämter, dass die Landesfachverbände, wie der Landestanzsportverband Berlin, zunächst ein sportartenspezifisches Hygienekonzept bei der für den Sport zuständigen Senatsinnenverwaltung vorlegen oder dass die Vereine beim bezirklichen Gesundheitsamt/Amtsarzt ein Hygienekonzept einreichen müssten, ist nicht zutreffend. Weder ergibt sich dies aus der Landesverordnung, noch gab oder gibt es eine entsprechende Aufforderung. Gleichwohl hat sich der LTV Berlin selbstverständlich bereiterklärt, ein solches sofort einzureichen, wenn die entsprechende Stelle benannt werden würde. Wo gewünscht (z.B. in Tempelhof-Schöneberg und Spandau), hat der LTV Berlin den bezirklichen Ansprechpartnern das bekannte, allgemeine Hygienekonzept der VBG übersandt.

In den Begleitschreiben vieler Sportämter zu den bezirksindividuellen Vorgehensweisen zur Wiedereröffnung wurde vereinzelt andeutungsweise oder auch explizit "Sport mit Kontakt" in den gedeckten Sportanlagen verboten (in Spandau gab es auch eine entsprechende Pressemitteilung). Der LTV Berlin hat, wo bekannt, die zuständigen Sportstadträte und Sportamtsleiter am 9. Juni auf diese Fehlinterpretation hingewiesen und von allen Gesprächspartnern die Bestätigung erhalten, dass Personen eines Haushalts beim Tanzen Kontakt haben dürfen - unter Beachtung aller anderer Vorgaben der Eindämmungsverordnung und bezirklichen Maßgaben (Hygiene, Gruppengröße usw.)

Tanzschulen: Die spezifischen und leicht abweichenden Bestimmungen (pro Gruppe maximal acht Personen, inklusive Trainer/in) sind in §5, Absatz 13 der Verordnung aufgeführt.

von Thorsten Süfke

Corona und der Berliner Tanzsport - Aktualisierung

Lieber Berliner Tanzsportler,

knapp zehn Tage sind seit der letzten Meldung vergangen. In dieser Zeit gab es viele E-Mails und Telefonate zwischen uns und dem LSB Berlin, Politikern und Verwaltungen sowie eine Sportausschuss-Sitzung im Berliner Abgeordnetenhaus. In letzterer hatten wir unsere Chance gesehen, auf breiter Front unsere gewichtigen Argumente zu platzieren und uns Gehör zu verschaffen.

Dies ist gelungen und wenn Sie mögen, schauen Sie sich auf dem YouTube-Kanal des Berliner Landesparlaments gerne die Sitzung vom vergangenen Freitag an – Aufzeichnung (die Zeitangaben in Klammern geben die jeweilige Zitatstelle an):

In seinem ersten Statement führt Senator Geisel aus (ca. 0:13:40), dass bei weiterhin niedrigen Neuinfektionszahlen weitere Lockerungen, wie die Freigabe von gedeckten Sportanlagen (und damit auch Tanzsälen), denkbar sind. Allerdings frühestens in der übernächsten Stufe (vorher würde Wettkampfsport im Outdoor-Bereich gestattet werden), aber eventuell noch im Juni (ca. 0:17:40).

Die Zweifel, ob dies die einzige Kennzahl für weitere Lockerungen sein sollte, wachsen bei den Landessportverbänden und dem Landessportbund Berlin. Und ebenso wächst die Ungeduld, vor allem das Gefühl der fehlenden Gleichberechtigung zwischen den Gesellschaftsbereichen und ebenso zwischen den Sportarten (outdoor vs indoor). Denn es fehlt die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der derzeitigen Entscheidungen seitens der Berliner Politik, wenn zugleich mehr und mehr andere Bundesländer den Indoor-Sport unter Auflagen freigeben (u.a. demnächst auch in Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg).

Entsprechend erwähnte LSB-Präsident Thomas Härtel, neben anderen Sportarten und Sportbereichen, explizit den Tanzsport in seiner Stellungnahme (ca. 0:37:40). Er bekräftigte zudem unsere Position, dass es doch unter den bekannten Hygiene- und Abstandsregeln denkbar sein sollte, in kleinen Gruppen wieder in Hallen zu tanzen. Denn es geht uns um Perspektiven und einen Lösungskorridor für den Berliner Tanzsport.

Zwei sportpolitische Sprecher (von FDP, Stefan Förster, und Die Linke, Philipp Bertram) griffen in der anschließenden Fragerunde ebenfalls die Situation des Berliner Tanzsports auf (ca. 1:30:00 und ca. 1:41:00). Worauf Senator Geisel dann in seiner Antwort (ca. 2:25:15) signalisierte, dass das Abstandsgebot beim Tanzen für Personen eines Haushalts nicht beabsichtigt war und dies allein durch die Formulierungen der unterschiedlichen Paragraphen in der Eindämmungsverordnung entstanden sei. Man wolle dies bei nächster Gelegenheit korrigieren, aber Tanzsport sei halt weiterhin nicht indoor gestattet.

Und vielleicht haben meine Mails an den Sportsenator und Sportstaatssekretär in Verbindung mit der vorgenannten, mehrfachen Thematisierung des Tanzsports in der Ausschusssitzung doch für die notwendigen Impulse gesorgt.

Im Nachgang der Ausschusssitzung habe ich mich mit LSB-Präsident Thomas Härtel erneut ausgetauscht und er konnte mir am Dienstag (19. Mai) berichten, dass der LSB Berlin, auch mit unseren zahlreichen Argumenten, weitere Gespräche in der Senatskanzlei und bei den zuständigen Senatsverwaltungen führte: Die für den Sport zuständige Senatsverwaltung für Inneres und Sport hat signalisiert, dass das Kontaktverbot von Personen eines Haushalts schnellstmöglich aus der Verordnung gestrichen bzw. durch ergänzende Kommentare o.ä. aufgehoben werden soll.

Zudem gibt es nun wohl doch konkrete Gespräche wie in Kleinstgruppen Indoor-Sport vorstellbar sein könnte und auch im Hinblick auf das Trainingsverbot für Landeskader-Sportler haben mittlerweile viele Landesfachverbände eindeutig Position bezogen, so dass auch hier Erleichterungen immerhin mal in der Berliner Verwaltung thematisiert werden.

Und Dienstag abend (19. Mai) drang über die Presse die Aussage des Sport-Senators Andreas Geisel durch, dass der Berliner Senat in der nächsten Woche eine Sondersitzung am 28. Mai beabsichtigt, in der über einige der vorgenannten Lockerungen gesprochen und beschlossen werden soll.

Dies passt wiederum zu einer Aussage, dass es Absprachen und Abstimmungen zwischen dem Land Brandenburg und dem Berliner Senat gäbe, bei solchen Lockerungen zeitgleich vorgehen zu wollen. Und die Landesregierung von Brandenburg hat mittlerweile veröffentlicht, dass ab 28. Mai die Erlaubnis von Indoor-Sport mit Sportarten ohne engen Körperkontakt mit Personennutzungskonzept (Anzahl der Personen, Duschnutzung, Lüftung bzw. Erhöhung der Luftaustauschraten, Distanzgebot) gegeben sei.

Ich will damit keine allzu großen Hoffnungen wecken, sondern einfach nur mal wieder den aktuellen Nachrichtenstand mit Ihnen teilen. Aber vielleicht kommt nun doch etwas in Bewegung und vielleicht bald auch wieder wir, die Berliner Tanzsportler. Schauen wir mal.

Thorsten Süfke, Präsident Landestanzsportverband Berlin

von Thorsten Süfke

Landesmeisterschaften Latein/Standard im Herbst

Wir wissen, dass eine Teilnahme an Landesmeisterschaften ohne vorheriges Training schwer oder auch nicht vorstellbar ist. Auf jeden Fall wäre es sicher kein faires und würdiges LM-Ereignis, wenn nicht alle Teilnehmer vorher angemessen trainieren könnten.

Daher haben sich die Präsidien der Landestanzsportverbände Berlins und Brandenburgs darauf verständigt, Mitte Juni – kurz vor den gemeinsamen Sommerferien – zu entscheiden, ob, wann und wie ggf. die für den September geplanten Landesmeisterschaften durchgeführt werden (können).

von Thorsten Süfke

Termine für Verbandstag und JVV noch nicht bestimmt

Für beide Versammlungen, die im März und auch bislang nicht durchgeführt werden konnten, sind noch keine neuen Termine bestimmt. Eine Durchführung noch im ersten Halbjahr wird nicht mehr erwogen.

von Thorsten Süfke

BTSJ-Ausflug auf 2021 verschoben

Der für den 13. Juni geplante Freizeit-Ausflug der Berliner Tanzsportjugend (BTSJ) muss aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen rund um die Corona-Pandemie leider auf das nächste Jahr verschoben werden.
Die Planungen für einen gemeinsamen Tag im disati Kletterwald Grünheide werden dann für den Sommer 2021 wieder aufgenommen.

von Thorsten Süfke

UPDATE - Corona-Pandemie: Informationen des DTV

DTV-Verbandstag:

Der DTV-Verbandstag, geplant für das letzte Juni-Wochenende in Leipzig, ist verschoben. Auf Antrag des Präsidiums hat der Verbandsrat die Verschiebung des Verbandstags auf den 23./24. Januar 2021 beschlossen. Voraussichtlicher Tagungsort wird Frankfurt/Main sein, da in Leipzig zu diesem Zeitpunkt eine Messe geplant ist und daher keine passenden Hotelkapazitäten vorhanden sind.

DTSJ-Jugendvollversammlung:

Die Jugendvollversammlung 2020 wird am 29. August 2020 ab 15.00 Uhr in Frankfurt am Main stattfinden. Der genaue Ort wird zeitnah auf der Homepage der DTSJ veröffentlicht werden.

Ursprünglich war diese für den 2. Mai 2020 in Sindelfingen geplant und muss zu diesem Termin wegen der regionalen behördlichen Anordnungen entfallen.

Bundeswettbewerb "Tanz in der Schule":

Da im Moment keine Landesentscheide ausgetragen werden können, ist dem Bundesentscheid die Grundlage entzogen, so dass dieser im Mai ersatzlos entfallen muss.

von Thorsten Süfke