Tanzsport zählt zu den Individualsportarten

DOSB bestätigt diese Einstufung für Leistungs- und Breitensport

Wegen des zweiten Lockdowns und den daraus resultierenden Landesverordnungen, die erneut unterschiedliche Trainingsmöglichkeiten für alle Tänzerinnen und Tänzer von Tanzsport Deutschland bedeuten, wandte sich DTV-Präsidentin Heidi Estler direkt an den DOSB-Präsidenten und erläuterte die Problematiken des Tanzsports in Bezug auf Corona.

Mit einem klaren Statement sprach sich DOSB-Präsident Alfons Hörmann für die Einstufung des Tanzsports in die Gruppe der Individualsportarten aus:

Gleichzeitig unterstützen wir den Deutschen Tanzsportverband e.V. im Hinblick auf die Darstellung der Besonderheiten des Tanzsports, die wir gemeinsam wie folgt benennen und die die Einordnung in die Kategorie der Individualsportarten nochmal verdeutlichen:

  • Tanzsport Deutschland vertritt eine Vielfalt von unterschiedlichen Tanzsportarten. Darunter gibt es Sportbereiche, die allein (Solo), zu zweit (Paartanz) oder in einer Gruppe (Mannschaft, Formation) durchgeführt werden.
  • Viele Tänzer*innen leben mit ihrer Partnerin/ihrem Partner in häuslicher Gemeinschaft oder sind Geschwister.
  • Es gibt keine wechselnden Tanzpartnerschaften, es findet also kein Partnerwechsel im Rahmen der sportlichen Ausübung statt.

Damit ist Tanzsport aus unserem Verständnis keine Kontaktsportart im eigentlichen Sinn (z.B. im Vergleich zu Judo, Karate etc.), sondern der Kategorie der Individualsportarten zuzurechnen.

Nach der Berliner Infektionsschutzverordnung ist das Bestätigungsschreiben des DOSB dann hilfreich, wenn nach einer Wiedereröffnung der gedeckten Sportanlagen ggf. zunächst Individualsport Vorrang hat. Gleichwohl haben die Berliner Tanzsportvereine in den vergangenen Monaten bewiesen, dass die guten und konsequent umgesetzten Hygienekonzepte auch ein begrenztes Gruppentraining ermöglichen. Dies wird das Ziel der Gespräche in den nächsten Wochen sein. Denn der Berliner Tanzsport wird zwar durch den Paartanz geprägt, ist aber deutlich vielschichtiger und wir wollen, wenn möglich und darstellbar, allen Mitgliedern der Berliner Tanzsportvereine bald wieder das Tanzen ermöglichen - ob in Gruppen oder Formationen, ob beim Twirling oder Boogie Woogie, ob beim Capoeira oder Breaking.

von Thorsten Süfke

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