Am 8. April fand die diesjährige Jugendvertreterversammlung (JVV) in den Räumen des Landesstützpunkt Tanzen statt. Da in diesem Jahr keine Wahlen oder Änderungen der Jugendordnung anstanden, hielt sich der inhaltliche Umfang der JVV im Rahmen. Neben den Berichten vom Jugendwart und Jugendsportwart, wurde der Haushaltsabschluss 2025 vorgestellt und der Haushaltsplan 2026 beschlossen. Das ausführliche Protokoll wird zeitnah online zur Verfügung gestellt werden.
Dem formalen Teil der JVV sollte dieses Jahr ein informeller Teil angeschlossen werden, der in entspannter Atmosphäre Raum für Austausch unter den Jugenvertreter*innen und dem Jugendausschuss bietet. Leider fanden nur wenige Jugendvertreterinnen den Weg zum Landesstützpunkt Tanzen, umso intensiver war aber der wertvolle Austausch. Die Nachwuchsgewinnung im Tanzsport war im Lichte sinkender Meldezahlen bei Turnieren im Nachwuchsbereich und bislang ungenutzten Potenzialen im entsprechenden Bereich Leitthema des Austauschs.
Angestoßen von einleitenden Worten des Jugendsportwarts Vinzent Gollmann entwickelte sich eine hoch konstruktive und spannende Diskussion, wie die Nachwuchsgewinnung in den Vereinen neuen Schwung erhalten kann. Hier müsse ein Umdenken stattfinden, so der Grundtenor. Weg von einer Passivität, die sich auf Automatismen vergangener Tage verlässt, hin zu einer aktiven Rolle der Vereine.
Großes Potenzial wurde dabei besonders im Bereich Schulsport gesehen. Durch wachsende, teils rechtlich verpflichtende Angebote zur ganztägigen Betreuung in Schulen bieten sich weitreichende Möglichkeiten. So kann beispielsweise im Rahmen von Tanz AGs der Tanzsport zu den Kindern gebracht werden; anstatt dass gehofft werden muss, dass die Kinder auf irgendeinen Weg zum Tanzsport finden.
Eine große Hürde, die hier identifiziert wurde, sind die Besonderheiten des Trainer- und Lizenzwesens im Tanzsport. Ein niedrigschwelliger Einstieg in lizensierte Trainertätigkeiten wird durch hohe Kosten und fachliche Anforderungen oftmals verhindert. So sind häufig kaum Personen mit Trainerlizenz zu finden, die bereit sind, entsprechende AGs an Schulen zu leiten. Natürlich konnte diese Herausforderung nicht im Rahmen dieses Austauschs gelöst werden, dennoch nahmen alle Anwesenden wichtige und spannende Denkanstöße mit.
Der Jugendausschuss bedankt sich für den wertvollen Austausch und freut sich auf die weitere Arbeit mit den Vereinen, insbesondere natürlich im Bereich der Nachwuchsgewinnung.