Aktueller Bericht des LTV-Präsidiums zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie

Nach den Beratungen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten hat sich auch der Senat von Berlin in der Woche nach Ostern mit den aktuellen Aspekten für das Land Berlin beschäftigt. Allerdings beinhaltet die dritte Verordnung zur "SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung” derzeit einzig die Verlängerung der geltenden Maßnahmen bis zum 26. April.

Verständlicherweise fragen sich viele Vereine, wie es demnächst weitergehen kann und wird.

Das LTV-Präsidium hat sich seit Ende Februar eng mit den zuständigen Stellen und dem Landessportbund Berlin abgestimmt. Letzterer hat hier in vorbildlicher Weise die Aspekte und Anliegen des Sports bei der Verwaltung und den politischen Entscheidungsträgern platziert.

Insofern finden in den nächsten Tagen viele Beratungen auf Berliner Ebene statt. Und wenn wir aktuell nur wissen, dass sich bis Ende nächster Woche nichts ändert. Könnte es sein, dass wir Mitte nächster Woche mehr hinsichtlich der Vereinsangebote in der nahen Zukunft wissen.

Aber eines ist klar, denn es ist weiterhin das Gebot der Stunde: allein COVID19-symptomfreie Mitglieder könnten unter Beachtung aller Hygiene- und Abstandsregeln ggf. wieder einem begrenzten Sportangebot nachgehen.

Das ist bei einer Sportart, in der Körperkontakt elementar ist, eine große Herausforderung.

Da es aber zugleich allgemeine und lockere Regeln bezüglich jener Personen eines gemeinsamen Haushalts gibt, könnte dies ein Ansatz sein. Zwar nicht für alle, aber doch vielleicht für viele Tanzsportler.

Gruppentrainings werden die nächsten Wochen ganz sicher nicht wieder erlaubt werden. Einzeltrainings mit dem gebotenen Abstand zur/zum Trainer/in und ohne weitere Paare im gleichen Raum oder bei einem ausreichend großen Raum mit dem erforderlichen Abstand wären vorstellbar. Allerdings, das müssen wir betonen, sind dies nur Gedanken, die darauf aufbauen, dass die grundsätzlichen Regeln eingehalten werden:

  • Distanzregeln einhalten
  • Körperkontakte auf das Minimum reduzieren
  • bestmögliche Belüftung
  • Hygieneregeln einhalten
  • Umkleiden und Duschen zu Hause
  • keine Fahrgemeinschaften
  • keine Veranstaltungen wie Mitgliederversammlungen und Feste
  • kleinste Trainingsgruppen, wenn der Raum ausreichend groß ist
  • Angehörige von Risikogruppen besonders schützen
  • Risiken in allen Bereichen minimieren
     

Wir wollen keine zu großen Hoffnungen wecken, aber über den aktuellen Stand der Diskussionen informieren. Denn wir haben gemeinsam mit unseren Dachverbänden ausführlich dargelegt, dass wir in einem wieder begrenzten Vereinsangebot auch Chancen für die Gesellschaft und konkret unsere Vereinsmitglieder sehen:

  • Menschen kommen wieder in Bewegung und stärken dabei ihr Immunsystem
  • Menschen finden beim Sporttreiben einen Ausgleich in schwierigen Zeiten
  • Sportvereine und ihre Trainer*innen sind wieder aktiv für ihre Mitglieder da
  • soziale Bindungen werden trotz Wahrung der Distanz wieder aktiviert
  • Menschen können wieder selbstbestimmter ihr Leben gestalten
  • und zu guter Letzt kann sich der zivilgesellschaftlich organisierte Sport auch wieder etwas selber finanzieren.
     

Am 16. April (Donnerstag) hat sich auch das LTV-Präsidium über den aktuellen Sachstand ausgetauscht. Wir gehen davon aus, dass das LLZ Tanzen und auch alle weiteren Sportflächen mindestens bis 26. April geschlossen bleiben werden.

Aktuell sind alle Turnierveranstaltungen bis Anfang Mai abgesagt und wir werden in den nächsten Tagen entscheiden, wie es im Hinblick auf Lehrgänge und Kadertrainings ab Anfang Mai weitergehen kann.

Ein Termin für unseren Verbandstag steht noch nicht fest – auch hier warten wir die weiteren Entwicklungen ab.

Thorsten Süfke, Präsident Landestanzsportverband Berlin

von Thorsten Süfke

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