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AKTUALISIERT: neue Verordnung - neben 2G, jetzt auch Testpflicht

Der Berliner Senat hat die elfte Änderung der Dritten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung für das Land Berlin beschlossen. Diese trat am SAMSTAG, 27. November 2021, in Kraft und ist hier einsehbar. Die geltenden Regelungen sollen vorerst bis zum 19. Dezember 2021 Gültigkeit haben, wobei bereits viele damit rechnen, dass kurzfristig Anpassungen vorgenommen werden (müssen). Denn zum Beispiel gilt nach §33 im Wettkampfbetrieb 3G, bei Unterschreiten des Mindestabstand zwischen Paaren in einem Turnier in einer gedeckten Sportanlage ist jedoch 2G-Plus mit aktuellem, negativen Testergebnis umzusetzen. Bis zu einer entsprechenden Klarstellung können wir leider das Hygienekonzept für den Wettkampfbetrieb nicht fortschreiben.

Der Berliner Senat hat sich auf eine umfangreiche Ausweitung der 2G-Regel (erweiterte 2G-Regel) geeinigt. Die Entscheidung dazu erfolgte angesichts der Pandemieentwicklung und der erheblich gestiegenen Inzidenzzahlen bundesweit.

Für gedeckte Sportanlagen und damit auch die indoor-Räume von Tanzsportvereinen gilt somit:

• Die Sportausübung sowie Wettkampfdurchführung in gedeckten Sportanlagen ist ab sofort nur unter der 2Gplus-Bedingung zulässig. Das heißt: Nur für Geimpfte und Genesene mit der Zusatzbedingung, den Mindestabstand einzuhalten oder – wenn dieser nicht eingehalten werden kann – ein aktuelles, negatives Testergebnis (Antigen-Schnelltest nicht älter als 24 Stunden oder PCR-Test nicht älter als 48 Stunden) vorzulegen.

Kann der Mindestabstand zwischen den Sporttreibenden eingehalten werden, z.B. bei Solo-Tänzer*innen, Cheerdance, Twirling usw., ist KEIN Test erforderlich. Zudem entfällt die Verpflichtung zum Einhalten des Mindestabstands bzw. zum Nachweis eines negativen Tests für Personen eines Haushalts - dann muss aber der Abstand zu (den) anderen Sportler*innen immer eingehalten werden.

• Für alle weiteren Anwesenden in gedeckten Sportanlagen, die nicht an der Sportausübung beteiligt sind (z. B. Zuschauer*innen), gilt die Pflicht zur Erbringung eines 2G-Nachweises. Ausnahme Übungsleitende und Turnieroffizielle: für diese Personengruppe gilt 3G. Und auch für Kadersportler*innen gilt 3G. Die Zugangskontrolle muss durch die Veranstalter/Vereine erfolgen.

• Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können und dies durch ärztliche Bescheinigung nachweisen, sind von dieser Regelung ausgenommen. Sie müssen jedoch negativ getestet sein (nur PCR-Test zulässig, nicht älter als 48 Stunden).

• Auch Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die im Rahmen des Schulbesuchs regelmäßig getestet werden (Schüler*innenausweis wird als Nachweis anerkannt), sind von der 2G-Regel grundsätzlich ausgenommen. Kinder unter sechs Jahren müssen keinen Nachweis erbringen.

• Abseits der Sportausübung gilt in den Betriebsräumen, die nicht der Sportausübung dienen, wie insbesondere Umkleideräume einschl. der sanitären Anlagen, grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Im LLZ Tanzen gilt weiterhin die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

Für Übungsleitende gilt wie für Personal, dass sie mit negativer Testung für jeden Tag des Arbeitseinsatzes ebenfalls unter die erweiterte 2G-Regel fallen. Die Verantwortlichen sind verpflichtet, das Ergebnis der Testung zu dokumentieren (§ 8a Abs. 2 Nr. 3 iVm. Nr. 2 InfSchMV).

Es besteht weiterhin die Dokumentationspflicht und verantwortlich für die Einhaltung der Ordnung ist der Vorstand. Zudem muss in den Eingangsbereichen auf die 2G Plus-Regelung und die Maskenpflicht hingewiesen werden.

Ausnahmen bestehen noch für Kadersportler*innen und die Trainingsmaßnahmen im LLZ Tanzen an diesem letzten November-Wochenende werden wie geplant durchgeführt. Das Hygienekonzept für das LLZ Tanzen wird dann aktualisiert, wenn die einrichtungsspezifischen Vorgaben des Betreibers, Velomax GmbH, bekannt sind. Hierzu wird es in den nächsten Tagen noch Gespräche geben.

Änderungen und Anpassungen per 27.11./17:00 in kursiv

von Thorsten Süfke

KEIN Jugendturnierwochenende am 4./5. Dezember

Der TC Blau Gold im VfL Tegel 1891 hat mit Bedauern entschieden, das gesamte für den 4. und 5. Dezember vorgesehene Jugendturnierwochenende abzusagen. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage, steigender Inzidenzwerte (gerade im Jugendbereich) und der sich ebenso verschärfenden Berliner Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sah der Tegeler Vereine keine Alternative. Denn Vorsicht und ein bestmöglicher Gesundheitsschutz aller sind in diesen Tagen wieder sehr wichtig.

Der Verein hofft, und der Jugendausschuss der Berliner Tanzsportjugend begrüßt dies, das komplette Jugendturnierwochenende im Juni 2022 nachzuholen. So sehr einige Nachwuchspaare jetzt vielleicht enttäuscht sind, gibt es die Zuversicht, dann einfach sechs Monate später die Turniere an der Hatzfeldtallee nachzuholen.

von Thorsten Süfke

2. AKTUALISIERUNG Hygienekonzept für den Lindenhofpokal am ersten Adventswochenende

AKTUALISIERUNG per 24. November: Da die Details der neuen Berliner Landesverordnung noch nicht bekannt sind, aber möglich ist, dass ein aktueller, negativer PoC-Test (max. 24 Stunden) von allen Teilnehmenden (Zuschauenden und Sportlern) ab Samstag gefordert sein kann, hat der TTC Carat dies bereits jetzt in das Hygienekonzept aufgenommen bzw. dieses entsprechend angepasst. Damit ist es erforderlich, dass jede Person, die dem Lindenhofpokal beiwohnt, einen aktuellen PoC-Test (max. 24 Stunden alt; mit Negativ-Ergebnis) beim Betreten vorzeigen muss.

Der TTC Carat hat das Hygienekonzept für seinen Lindenhofpokal an diesem Wochenende veröffentlicht.

Danach gilt gemäß der Berliner Landesverordnung natürlich für alle Zuschauenden die 2G-Regel. Und gemäß der Verordnung gilt für die teilnehmenden Sportler und Turnieroffizielle die 3G-Regel, denn der Amateursport ist dem Profi-Sport weiterhin gleichgestellt.

Alle Nachweise für Impfungen, Genesene und Tests (nur Turnierteilnehmende) müssen digital verifizierbar sein – etwa über die Corona Warn App des Bundes oder die CovPass-App des Robert Koch Instituts. Auch ausgedruckte QR – Codes müssen digital verifiziert werden können.

Die Anzahl der Zuschauerplätze ist begrenzt. Zuschauende und Teilnehmende halten sich in unterschiedlichen Raumbereichen auf. Beim Betreten des Gebäudes und beim Aufenthalt im Saal ist zwingend eine Mund-Nasen-Bedeckung (mindestens eine medizinische Maske) zu tragen. Die Maske darf nur der während der Sportausübung (also nur Tanzpaare) und zum Verzehr von Speisen sowie Getränken abgesetzt werden.

von Thorsten Süfke

Corona - Die weiteren Entwicklungen

Die angedachten Veränderungen von der Bundesgesetzgebung hin zu den Landesverordnungen werden in der Folge eine neue Berliner Landesverordnung mit sich bringen. Die derzeitige gilt nur bis 28. November, aber ab wann genau auch inhaltliche Veränderungen gelten, ist aktuell noch nicht bekannt.

Den bislang bekannten Entwürfen für die neue Verordnung sind keine wesentlichen, den Sport betreffenden Veränderungen vorgesehen. Der Trainings- und Wettkampfbetrieb kann (zunächst) fortgesetzt werden.

Denn es gilt in Berlin bereits die 2G-Regel und diese sollte in unser aller Interesse weiterhin überall konsequent umgesetzt und kontrolliert werden. Die angedachten 2Gplus-Regelungen würden in Berlin weniger aus ergänzenden, negativen Tests bestehen, sondern vielmehr auf permanenter Maskenpflicht in Gebäuden und dem Mindestabstand beruhen. Die Maskenpflicht auch am Platz hatten wir bereits bei den Landesmeisterschaften Mitte November umgesetzt.

Unverändert bleibt die 5qm-Regel pro Person bei Veranstaltungen/Turnieren. Der Mindestabstand soll noch konsequenter umgesetzt werden (außer auf der Tanzfläche) bzw. die Masken nur dann abgesetzt werden, wenn etwas verzehrt wird oder während der aktiven Sportausübung. Hinzu kommen die weiteren AHA+L-Regeln.

Die Ausnahmen zu 2G für Trainer (=Personal) und Turnieroffizielle sowie Paare (nur) bei Turnieren werden wohl bestehen bleiben, denn der Amateur-Leistungssport bleibt dem Profi-Sport an dieser Stelle gleichgestellt. Hier sind max. 24 Stunden alte PoC-Tests dann Pflicht, wenn weder genesen oder geimpft. Hintergrund ist, dass überregionale Turniere und Ligen stattfinden können sollen.

Allerdings könnten Vereine in eigenen Räumlichkeiten auch über die Landesverordnung hinaus gehen. Dadurch verändert sich, nach Bestätigung durch das DTV-Präsidium, auch nicht der Rang eines offenen Turniers. Alle Turniere, die nicht Meisterschaften oder Qualifikationsturniere sind, bleiben Turniere I. Ordnung, selbst wenn der Ausrichter strengere Maßstäbe anlegt.

Durch die „2G“-Regel im Trainingsbetrieb mag es vereinzelt Mitglieder nehmen, die aktuell kein Trainingsangebot wahrnehmen können. Die sich hieraus ergebenden Fragen des Mitgliedsrechts und Fragen der Beiträge hat der LSB juristisch geprüft. Danach ergibt sich für diese Mitglieder kein Sonderkündigungsrecht.

Der entscheidende (neue) Wert ist nun die Hospitalisierungsrate: Hier gibt es drei Stufen und glücklicherweise liegt Berlin aktuell nur etwas über 3, was zu 2G führt, was wiederum in Berlin bereits umgesetzt wurde. Ab den Werten 6 und 9 gibt es dann Verschärfungen. Der Wert gibt an, wie viele Corona-Infizierte pro 100.000 Menschen in den vergangenen sieben Tagen ins Krankenhaus kamen.

Ein hoher Hospitalisierungswert führte in Sachsen bereits zur (erneuten) Einstellung des allgemeinen Sportbetriebs.

Ob die Landesmeisterschaften Latein/Standard am vierten Adventswochenende werden stattfinden können, vermag aktuell noch niemand zu sagen. Aber es sei an dieser Stelle an den Meldeschluss per 27. November, 23:59 Uhr hingewiesen.

von Thorsten Süfke

Sit & Talk - Ein digitales Format, bei dem es um Austausch und Netzwerken von Frauen* aus dem Sport untereinander geht

Nach einem erfolgreichen Podiumstalk zum Thema Gleichstellung von Frauen* im Sport am 9. November (hier abrufbar), lädt der Landessportbund Berlin alle interessierten Frauen* aus dem Sport herzlich zur kostenfreien Abschlussveranstaltung des Programms Frauen* und Vielfalt im Ehrenamt am Mittwoch, 8. Dezember, von 18.30 bis 20.00 Uhr ein.

Der Schwerpunkt diesmal: Rollenbilder. Die Teilnehmenden bekommen die Möglichkeit zu reflektieren, welche Rolle sie im eigenen Verein/Verband einnehmen, welche Erwartungen an diese Rolle geknüpft sind und welches Entwicklungspotential vorhanden ist. Verkrustete Rollenbilder, Klischees und Vorurteile gegenüber Frauen* (im Sport) werden aufgezeigt, es wird sich gemeinsam über Bedürfnisse sowie Wünsche ausgetauscht und die Notwendigkeit von ständigen Vergleichen zwischen Männern und Frauen* in Frage gestellt.

Die Referentin Stephanie Haag wird die Veranstaltung leiten und nach einem kurzen Input zum Thema gemeinsam mit den Teilnehmenden arbeiten.

Die Anmeldung ist hier möglich: https://bit.ly/Frauen_im_Ehrenamt (Drn Einwahl-Link wird separat nach der Anmeldung versandt).

Der Landessportbund Berlin versteht sich als „verantwortungsvoller Förderer von Teilhabe“ und hat dies in seinen strategischen Zielen auch explizit hervorgehoben (Ziel 6) . Als Dachverband des Berliner Sports ist es uns daher ein wichtiges Anliegen, die Gleichstellung aller Menschen im Sport sowie gleichberechtigte Teilhabe zu fördern. Wir wollen daher Frauen* stärken, Stereotype und Diskriminierung abbauen. Der LSB agiert hierbei als eine Anlaufstelle und starker Partner für den Aufbau eines Netzwerks

von Thorsten Süfke

LM 2021: vorgezogener Meldeschluss und Hygienekonzept (Kopie)

Die aktuellen Entwicklungen erfordern es wieder, dass frühzeitig die Anzahl der startenden Paare für die im Dezember anstehenden Landesmeisterschaften Berlin-Brandenburg feststehen. Hieran orientieren sich nicht nur der pre-Finale Zeitplan, sondern natürlich auch das Hygienekonzept für die Veranstaltungen und weitere Aspekte wie Zuschauerplätze, Kartenvorverkauf usw.

Daher wurde mit Genehmigung des Bundessportwart der Meldeschluss vorgezogen.

Ab sofort und bis spätestens drei Wochen vor der LM müssen die startenden Paare durch die Vereine im ESV-Portal gemeldet sein. Dies bedeutet:

Sa

18.12. LM Kin I/II, Jun I/II, Jug, Hgr und Hgr II D/C Latein

Meldeschluss: 27. November – 23:59 Uhr

So

19.12. LM Sen II S, III B/A und IV B/A/S Standard

Meldeschluss: 27. November – 23:59 Uhr

von Thorsten Süfke

Deutschlandpokal Hauptgruppe II: 3 Final- und 2 Medaillenplätze für Berlin

10 Paare gingen beim diesjährigen Deutschlandpokal der Hauptgruppe II in der Lateinsektion an den Start. Und wieder ging die Silbermedaille nach Berlin und erneut heißen die Empfänger Arno Klöcker/Juliane Braun. Das Paar vom OTK Schwarz-Weiß 1922 im SC Siemensstadt verteidigte den Vize-Meistertitel in dieser Altersgruppe. Ihnen folgten direkt auf Platz 3 Björn Cremer/Tabea Mayerhoff (Blau-Silber Berlin Tanzsportclub), die für den zweiten Berliner Medaillenplatz sorgten.

Finale Deutschlandpokal Hauptgruppe II S Latein 2021, Düsseldorf:
1. Karabo Morake/Nora Isabelle Mergner, Tanzsportclub Trier (5)
2. Arno Klöcker/Juliane Braun, OTK Schwarz-Weiß 1922 im SCS Berlin (10)
3. Björn Cremer/Tabea Mayerhoff, Blau-Silber Berlin Tanzsportclub (15)
4. Dominik Häring/Julia Schulze, Gelb-Schwarz-Casino München (22)
5. Mathias Beckmann/Jennifer Breising, Boston-Club Düsseldorf (23)
6. Dominic Thutewohl/Mariann Thutewohl, Tanzsportclub Leipzig (30)

Neun Paare gingen in der Hauptgruppe II S-Standard an den Start und mit Alexander Schmidt/Sarah Domburg (TSZ Concordia Berlin), erreichte ein weiteres Paar von der Spree ein Finale in Düsseldorf. Sie wurden am Ende Sechste.

Finale Deutschlandpokal Hauptgruppe II S Standard 2021, Düsseldorf:
1. Enzo Skoppek/Lisa Ramke, Tanzclub Concordia Lübeck (5)
2. Dominic Thutewohl/Mariann Thutewohl, Tanzsportclub Leipzig (10)
3. Thomas Schmid/Viktoria Kiselev, 1. TC Ludwigsburg (16)
4. Kristof Zsolt/Stephanie Rathmann, TSZ Blau-Gold Casino, Darmstadt (19)
5. Nils-Arne Herold/Johanna Frei, 1. TC Ludwigsburg (27)
6. Alexander Schmidt/Sarah Domburg, Tanzsportzentrum Concordia Berlin (28)

von Thorsten Süfke

Faustmann/Kley zum 5. Mal Deutsche Meister der Senioren II

Mit einem Jahr Verspätung gelang Gert Faustmann und Alexandra Kley (Blau-Silber Berlin TSC) die Titelverteidigung bei der Deutschen Meisterschaft der Senioren II S in den Standardtänzen. Die diesjährigen Vize-Weltmeister zeigten über den Turnierverlauf immer stärker ihre Souveränität und Klasse. Fünf gewonnene Finaltänze brachten schließlich den fünften Meistertitel in dieser Altersgruppe. Und dies war ihr letzter Start in dieser Altersklasse - ab dem kommenden Jahr soll die Erfolgsgeschichte des Paares bei den Senioren III fortgeschrieben werden.

Beim Erfolg der beiden war auch das Berliner Team-Ergebnis erneut bemerkenswert: Von ursprünglich einmal 82 angemeldeten Paaren, starteten am Nachmittag in Darmstadt dann 53 Paare - darunter drei Berliner Paare, die gemeinsam das Viertelfinale erreichten. Hier belegten Patrick und Sabrina van der Meer (TSZ Blau Gold Berlin) den geteilten 18. Platz.

Fabian Lohauß/Simone Braunschweig (Askania TSC) präsentierten sich sehr stark im Semi-Finale und qualifizierten sich verdient für die Endrunde der besten sechs Paare. Hier konnte das Spandauer Paar dann den fünften Platz belegten und war dabei näher am vierten Platz dran, als es die Platzziffer 25 verrät.

von Thorsten Süfke

LTV-Ehrungsveranstaltung verschoben

Präsidium und Jugendausschuss haben sich entschlossen, die für kommenden Dienstag (23. November) geplante Ehrungsveranstaltung des Landestanzsportverband Berlin zu verschieben:

"Wir haben einige Tage nachgedacht, aber nun ist uns die Entscheidung leicht gefallen. Denn es gilt in diesen Tagen leider, aber vernünftigerweise die Kontakte zu reduzieren. Uns ist das Signal der Vorsicht sehr wichtig. Und der Gesundheitsschutz sowieso", heißt es in der Mail an die zu ehrenden Personen und Gäste.

Die Veranstaltung hätte im Landesleistungszentrum Tanzen unter völliger Einhaltung aller derzeit erforderlichen Vorgaben durchgeführt werden können. Aber eine Ehrungsveranstaltung soll etwas Unbeschwertes, etwas Frohes und ebenso ein Moment der Nähe und des persönliches Austausches sein. Das würde ganz sicher vielen der Anwesenden am Dienstag fehlen und damit wäre dies keine Ehrungsveranstaltung, wie sie alle vermutlich gerne gehabt hätten.

Und: „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“!

Es gilt in diesen Tagen wieder genau abzuwägen. Der Sportbetrieb in den Vereinen muss uns allen am Herzen liegen – und hier appellieren die beiden Gremien an alle, die nachvollziehbaren und gebotenen Maßnahmen umzusetzen. Nur dann werden wir hoffentlich ebenso gut durch diese Zeit kommen – auch mit einigen wenigen, sehr kleineren Veranstaltungen, Trainings und Turnieren.

von Thorsten Süfke

Bundesweite Breitensport-Studie zu sexualisierter Gewalt liegt vor

Bei dem im August 2020 begonnenen und bundesweit ersten Breitensport-Forschungsprojekt „SicherImSport“, gefördert vom Landessportbund Berlin unter Leitung des Landessportbunds NRW und unter Beteiligung von zehn weiteren Landessportbünden, liegen den Verantwortlichen nach Abschluss der umfangreichen Datenerhebung von fast 4.400 befragten Vereinsmitgliedern die ersten Zwischenergebnisse vor:

Die Befunde unserer Online-Studie bestätigen, dass sexualisierte Grenzverletzungen, Belästigung und Gewalt auch im Vereinssport vorkommen. Deshalb sind der Ausbau von Maßnahmen zum Schutz vor Belästigung und Gewalt sowie Anlaufstellen und Unterstützungsangebote für Betroffene im Sport wichtig – dies hat ein großer Teil der Sportverbände erkannt und Maßnahmen zur Prävention eingeführt“, betonen Prof. Dr. Bettina Rulofs (Bergische Universität Wuppertal) sowie Dr. Marc Allroggen und Dr. Thea Rau (Universitätsklinikum Ulm) als wissenschaftliche Projektleitung. Nach den Aufsehen erregenden Ergebnissen der „Safe Sport“-Studie zum Leistungssport aus dem Jahr 2016 werten die Forscher*innen nun erstmals Daten zum Breitensport aus - die größte Untersuchung zu diesem sensiblen Thema in Deutschland soll bis zur Jahresmitte 2022 abgeschlossen sein.

LSB-Präsident Thomas Härtel: „Sexualisierte Grenzverletzungen, Belästigungen und Gewalt im organisierten Sport müssen konsequent aufgedeckt und bekämpft werden. Wir haben uns als Landessportbund Berlin an der Studie beteiligt, weil wir Transparenz brauchen, um zu wissen, wo wir noch gezielter gegensteuern müssen und welche weiteren Maßnahmen notwendig sind.

Die Mehrheit der Befragten gab an, mit dem Vereinssport insgesamt „allgemein gute bis sehr gute Erfahrungen“ gemacht zu haben. Doch etwa ein Viertel der Vereinsmitglieder (rund 26 Prozent) erfuhr mindestens einmal sexualisierte Grenzverletzungen oder Belästigungen (ohne Körperkontakt) im Kontext des Vereinssports, beispielsweise in Form von anzüglichen Bemerkungen oder unerwünschten Text-/Bildnachrichten mit sexuellen Inhalten. Bei rund 19 Prozent kam mindestens einmal sexualisierte Belästigung oder Gewalt mit Körperkontakt vor, zum Beispiel sexuelle Berührungen oder sexuelle Handlungen gegen den Willen. Auch weitere Formen der Verletzung oder Gewalt wurden in der Studie erhoben. So antworteten immerhin 64 Prozent der Personen, mindestens einmal emotionale Verletzungen oder Gewalt im Vereinssport erlebt zu haben, also beschimpft, bedroht oder ausgeschlossen worden zu sein – und mehr als jede*r Dritte (37 Prozent) nannte mindestens einmal körperliche Verletzungen oder Gewalt, in Form von geschüttelt oder geschlagen werden. Auch erwähnenswert: Je höher das sportliche Leistungsniveau, desto größer offenbar das Risiko, von Belästigung oder Gewalt betroffen zu sein. So berichten 84 Prozent der Befragten, die auf internationaler Ebene im Leistungssport aktiv waren, von mindestens einer Erfahrung von Belästigung oder Gewalt – im Vergleich trifft dies auf 53 Prozent derjenigen zu, die im Freizeit- oder Breitensport aktiv waren. Ergebnisse für die einzelnen Bundesländer liegen bisher nicht vor.

Der Landessportbund Berlin bietet seit mehreren Jahren präventive Maßnahmen für seine Verbände und Vereine zum Kinderschutz an und erweitert sein Engagement kontinuierlich. „Weil es uns um die Integrität des Sports geht, haben wir im vergangenen Jahr ein Kinderschutzsiegel entwickelt und es Anfang dieses Jahres an erste Vereine und Verbände vergeben, die Position unserer Kinderschutzbeauftragten auf eine volle Stelle aufgestockt sowie weitere Kapazitäten zur Prävention sexualisierter Gewalt bei Erwachsenen geschaffen“, sagt LSB-Präsident Härtel.

Auch der Landestanzsportverband Berlin engagiert sich seit Jahren intensiv im Hinblick auf die Entwicklung und Umsetzung von präventiven Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt im (Tanz-)Sport. Wir haben den Kinderschutz im Ehrenamt verankert und zwei Kinderschutzbeauftragte .

Ohne Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses wird keine Lizenz ausgestellt oder verlängert. Bei Verdacht können Lizenzen ruhen gelassen oder entzogen werden. Es werden regelmäßige Schulungen, Workshops, Konferenzen für und mit Vereinsvertreter*innen durchgeführt. 

LSB-Pressemitteilung zur veröffentlichten Breitensportstudie zu sexualisierter Gewalt im Sport: https://lsb-berlin.net/aktuelles/news/details/bundesweit-erste-breitensport-studie-zu-sexualisierter-gewalt-legt-zwischenergebnisse-vor/

Factsheet der Universitäten zur Studie: https://www.sportsoziologie.uni-wuppertal.de/fileadmin/sportsoziologie/Projekte/FactSheet_SicherImSport_Zwischenbericht.pdf.

Text: LSB Berlin/red

von Thorsten Süfke