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Corona - Berlin tanzt dann eben digital

Liebe Berliner Tanzsportler*innen,

auch wenn wir noch nicht die aktuelle und neue Version der Berliner Landesinfektionsschutzverordnung (Version Nummer 13) kennen (die Veröffentlichung im Gesetzblatt erfolgt derzeit) - wir alle haben aus den Medien die grundsätzlichen Entscheidungen der Politik vernommen (die in Berlin bis mindestens 22. Dezember gelten werden).

Damit sind, auch wenn bis zuletzt ein Fünkchen Hoffnung bestand, alle Turniere/Veranstaltungen bis Jahresende abgesagt und der öffentliche Trainingsbetrieb muss weiterhin ruhen.

Die laufende Trainer C-Ausbildung (Latein/Nachprüfungen Standard) muss nun leider definitiv unterbrochen werden. Die Teilnehmer erhalten demnächst weitere Informationen.

Zu Sportthemen rund um Corona und zu den weiteren Turnierplanungen Standard/Latein in 2021 werden sich die Vereinssportwarte in einer außerordentlichen Sitzung (Video-Konferenz) am 3. Dezember (Donnerstag) beraten.

Berlin tanzt weiter…dann halt digital

Wir wissen alle, dass es aktuell wieder herausfordernde Wochen sind. Und wir, das LTV-Präsidium und der BTSJ-Jugendausschuss, hoffen, dass Sie alle persönlich gut und vor allem gesund durch diese Zeit kommen. Und vielleicht mag der Tanzsport dabei eine Unterstützung sein...dann eben digital.

Startschuss für einen Adventskalender der besonderen Art ist am 1. Dezember – wie sollte es auch anders sein.

Ebenso laden wir zu einem Online-Wettbewerb ein: ab nächster Woche richtet sich dieser Wettbewerb an ALLE – von Breiten- bis Leistungssport, von Kindern bis Senioren, von Capoeira bis Twirling…wir sind gespannt, wie kreativ die Berliner Tänzer*innen sein werden.

Und trotz allem - wir wünschen allen Berliner Tanzsportlern einen schönen ersten Advent.

Präsidium Landestanzsportverband Berlin

von Thorsten Süfke

LSB-Online-Symposium Sportentwicklung: „Sport. Verein. Zukunft: Digitalisierung“ am 28.11.2020

Sport.verein(t) Zukunft – Vision oder Realität? – so lautet das diesjährige Motto des LSB-Symposiums zur Sportentwicklung.

Vor dem Hintergrund sich derzeitig entwickelnder gesamtgesellschaftlicher Umstände stehen alle Sportvereine vor stetig neuen Herausforderungen und Veränderungen. Veränderungen, die es gemeinsam kennenzulernen und anzunehmen sowie bedarfs- und bedürfnisgerecht zu bewältigen gilt.

In unterschiedlichen Einheiten werden ganztägig interessante Themen, vielfältige Impulse und Einblicke u.a. zu den Schwerpunkten einer Sport App und einer individuellen Vereinsentwicklung, einem agilen und papierlosen Arbeiten im Sportverein sowie der Perspektive eines „Sportvereins 2030“ und der gezielten Mitgliedergewinnung in wenigen Schritten angeboten.

Hierfür werden Experten und Expertinnen aus unterschiedlichen Bundesländern zugeschaltet, um neuste Erkenntnisse, Entwicklungen und Ergebnisse einer zukunftsgerichteten Vereinskultur mit Blick auf die vielseitigen, modernen Aspekte des digitalen Wandels vorzustellen.

Alle Informationen zum Symposium findet man hier: https://lsb-berlin.net/angebote/sportvereinzukunft/

sowie das dazugehörige Anmeldeformular unter: https://lsb-berlin.net/angebote/sportvereinzukunft/anmeldung/

Die Veranstaltung wird komplett digital umgesetzt (passend zum Thema) und läuft planmäßig über die Plattform „Microsoft Teams“. Alle, die diese Anwendung noch nicht kennen, sind herzlich eingeladen, die digitale Veranstaltungsvariante (in niedrigschwelliger Umsetzung) auszutesten.

Für die Teilnahme am Symposium wird eine Gebühr von 40,- € erhoben (eine Bezuschussung durch den LTV Berlin ist auf Antrag möglich); die Gesamtveranstaltung wird mit 5 LE zur Verlängerung der Lizenz „Vereinsmanager/-in“ anerkannt.

von Thorsten Süfke

Kinder- und Jugendschutz-Schulung online mit Referent Lukas Weber

FreiTaKo online - digitale Erhaltschulungen für Lizenzträger

War das FreiTaKo, der Freizeit-Tanzsport-Kongress des LTV Berlin, in diesem Jahr bereits als Kooperationsveranstaltung mit der Deutschen Tanzsportjugend geplant, so kam mit der Corona-Pandemie noch eine weitere "Ebene" hinzu: denn aufgrund der Pandemie-Umstände mussten die praktischen Lerneinheiten leider abgesagt und die überfachlichen Workshops innerhalb kurzer Zeit mit den Referenten umgeplant und auf eine digitale Plattform umgestellt werden.

Am Ende hat (fast) alles geklappt und wir danken den bis zu 60 Teilnehmern, die am Samstag die vier Workshops zum Kinder- und Jugendschutz virtuell besuchten. Das zeigt, dass die Prävention sexualisierter Gewalt im Tanzsport und hier insbesondere der Kinder- und Jugendschutz eine immer wichtigere Rolle aus Sicht sehr vieler einnimmt. Gemeinsam mit der Deutschen Tanzsportjugend (DTSJ) konnte Lukas Weber von der Fachberatungsstelle "Berliner Jungs" für einen Basis-Vortrag und damit die Grundlagen auf diesem Themengebiet gewonnen werden. Kurzweilig und sehr praxisorientiert führte er durch den Vormittag. Am Nachmittag standen dann das Stufenmodell der Deutschen Sportjugend, die daraus abgeleiteten Maßnahmen von Tanzspport Deutschland und eine Risiko-Analyse des Tanzsport im Mittelpunkt. Cathrin Lang, die dem entsprechenden Arbeitskreis bei der Deutschen Tanzsportjugend vorsteht, stellte abschließend ebenso das DTSJ-Kinderschutzprädikat vor. Daran schloss sich die Vorstellung des Kinderschutzsiegels des Landessportbund Berlin an, welches Meral Molkenthin, die dortige Kinder- und Jugendschutzbeauftragte, erläuterte. Es ist jenes Siegel, dessen Anforderungen die Leitlinie für die Mitgliedsvereine des Landestanzsportverband Berlin ist. Sechs Aspekte sind zu berücksichtigen zu denen auch ein Präventions- und Interventionsleitfaden zählt. Hierfür erhielten die Teilnehmer von Anne Retzlaff und Thorsten Süfke, den Kinder- und Jugendschutzbeauftragten des LTV Berlin, eine entsprechende Vorlage. Somit können die Vereine die erforderlichen Schritte in den nächsten Wochen und Monaten konkret und zeitnah umsetzen.

Am Sonntag standen dann noch sechs Lerneinheiten für Turnierleiter und Beisitzer auf dem FreiTaKo-Zeitplan 2020. Jes Christophersen war hierfür erstmals als Referent im LTV Berlin tätig und widmete sich in den rund fünf Stunden einer allgemeinen Auffrischung der Anforderungen, Regeln und TSO-Änderungen der letzten Zeit bis hin zu den derzeitigen Corona-bedingten Sonderregeln sowie dem Verhaltenskodex Sport.

von Thorsten Süfke

Jung, sportlich, FAIR = DOG Fair Play-Preis

Auch in diesem Jahr schreibt die Deutsche Olympische Gesellschaft e.V. den Fair Play-Preis „Jung, sportlich, FAIR“ aus.

Mit der Auszeichnung sollen auch 2020 wieder faire Gesten im Sport sowie Projekte von Jugendlichen zur Thematik Fair Play ausgezeichnet werden.

Teilnehmen können alle jugendlichen Sportlerinnen und Sportler im Alter von 12 bis 18 Jahren. Die Gewinner erhalten über ihren Verein eine Fördersumme von bis zu 500 €. Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember 2020.

Mit der Fair Play-Initiative sollen Kinder und Jugendliche frühzeitig darauf hingewiesen und angeleitet werden, den negativen Entwicklungen im Sport entgegenzuwirken. Die DOG möchte hiermit gerade bei unserem Sportlernachwuchs, sei es im Leistungs- oder Breitensport, ein nachhaltiges Bewusstsein für faires Verhalten schaffen.

Weitere Informationen zur Ausschreibung (pdf-Dokument) und das Bewerbungsformular stehen auf der Homepage der Gesellschaft. Für Rückfragen steht als Ansprechpartnerin Johanna Bartsch (Deutsche Olympische Gesellschaft) montags & mittwochs von 08:00 bis 13:00 Uhr telefonisch unter Tel  069 69501613 oder per E-Mail Bartsch@DOG-bewegt.de gerne zur Verfügung.

von Tatjana Hagel

Rettungsschirm Sport und Novemberhilfe

Rettungsschirm Sport

Am 10. November hatte der Landessportbund Berlin die Berliner Sportvereine per E-Mail informiert, dass es seitens des Senats grünes Licht für einige bedeutende Änderungen im „Rettungsschirm für den gemeinnützigen Sport“ gegeben hat. U.a. folgende Änderungen traten rückwirkend in Kraft und können von jedem Mitgliedsverein in Anspruch genommen werden:

  • Förderung von zusätzlich durch die Corona-Pandemie entstandenen Kosten, wie zusätzliche Personalkosten für Übungsleiter/-innen (z.B. wegen Gruppenteilungen) werden mit 50%, maximal 6,25 € je Stunde gefördert.
  • Zusätzliche Hygienekosten werden mit 100% gefördert. Hierzu gehören: Kosten für Desinfektionsmittel, Masken, Beschilderungen und/oder Lüftungsgeräte. Sowie weitere Kosten zur Umsetzung von Hygienekonzepten.
  • Erhöhung der Förderung für Vereine, die besonders hohe Einnahmeverluste zu beklagen haben: Die Höchstförderung in der Stufe 8 wurde auf mindestens 33% des Gesamtschadens erhöht.

Alle Antragsformulare und weitere Infos sind online unter https://lsb-berlin.net/aktuelles/coronavirus-lage/rettungsschirm-sport/ zu finden.

 

Novemberhilfe

Die sogenannte "Novemberhilfe" stellt eine weitere, potenzielle Unterstützungshilfe des Bundes dar. Aktuell begleitet der organisierte Sport (hier: DOSB) die Ausgestaltung der außerordentlichen Wirtschaftshilfe des Bundes. Aktuell deutet vieles darauf hin, dass die "Novemberhilfen" noch nicht passgenau für die Bedürfnisse des Sports und der Vereine sind, obwohl diese explizit und gewünscht auch für Vereine zur Verfügung stehen sollen! Im organisierten Sport und gemeinsam mit unseren Partner/-innen in der Politik versuchen wir, hier noch Einfluss auf die praxistaugliche Ausgestaltung zu nehmen. Auf der Homepage des Landessportbund Berlin werden Infos hierzu zeitnah aktualisiert: https://lsb-berlin.net/aktuelles/coronavirus-lage/corona-faq/ > Finanzierungshilfen

von Thorsten Süfke

Unterstützung für Turnierausrichter Standard/Latein

Bereits in der letzten Oktoberwoche hatte das DTV-Präsidium über weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Ausrichter-Vereine entschieden. Auf Vorschlag des Präsidiums hat der Verbandsrat in einem Umlaufbeschluss der Verlängerung der Aussetzung von Turnieranmeldegebühren zugestimmt.

Und auch das im Juli beschlossene „Maßnahmenpaket zum Wiedereinstieg in den Wettkampftrieb“ wurde an einigen Positionen modifiziert, ausgeweitet und um sechs Monate verlängert. Sobald wieder Turniere möglich sind, gelten die verschiedenen Sonder-Regelungen bis 30. Juni 2021:

https://www.tanzsport.de/de/news/news-reader/update-umfangreicher-massnahmenkatalog-zur-unterstuetzung-der-vereine-aktualisiert-und-gueltigkeit-verlaengert

 

Dazu zählt u.a. für Ausrichter von offenen Turnieren ein Zuschuss von 20 Euro je eingesetztem Wertungsrichter bei vorheriger formloser Anmeldung beim DTV-Schatzmeister.

von Thorsten Süfke

Tanzsport zählt zu den Individualsportarten

Wegen des zweiten Lockdowns und den daraus resultierenden Landesverordnungen, die erneut unterschiedliche Trainingsmöglichkeiten für alle Tänzerinnen und Tänzer von Tanzsport Deutschland bedeuten, wandte sich DTV-Präsidentin Heidi Estler direkt an den DOSB-Präsidenten und erläuterte die Problematiken des Tanzsports in Bezug auf Corona.

Mit einem klaren Statement sprach sich DOSB-Präsident Alfons Hörmann für die Einstufung des Tanzsports in die Gruppe der Individualsportarten aus:

Gleichzeitig unterstützen wir den Deutschen Tanzsportverband e.V. im Hinblick auf die Darstellung der Besonderheiten des Tanzsports, die wir gemeinsam wie folgt benennen und die die Einordnung in die Kategorie der Individualsportarten nochmal verdeutlichen:

  • Tanzsport Deutschland vertritt eine Vielfalt von unterschiedlichen Tanzsportarten. Darunter gibt es Sportbereiche, die allein (Solo), zu zweit (Paartanz) oder in einer Gruppe (Mannschaft, Formation) durchgeführt werden.
  • Viele Tänzer*innen leben mit ihrer Partnerin/ihrem Partner in häuslicher Gemeinschaft oder sind Geschwister.
  • Es gibt keine wechselnden Tanzpartnerschaften, es findet also kein Partnerwechsel im Rahmen der sportlichen Ausübung statt.

Damit ist Tanzsport aus unserem Verständnis keine Kontaktsportart im eigentlichen Sinn (z.B. im Vergleich zu Judo, Karate etc.), sondern der Kategorie der Individualsportarten zuzurechnen.

Nach der Berliner Infektionsschutzverordnung ist das Bestätigungsschreiben des DOSB dann hilfreich, wenn nach einer Wiedereröffnung der gedeckten Sportanlagen ggf. zunächst Individualsport Vorrang hat. Gleichwohl haben die Berliner Tanzsportvereine in den vergangenen Monaten bewiesen, dass die guten und konsequent umgesetzten Hygienekonzepte auch ein begrenztes Gruppentraining ermöglichen. Dies wird das Ziel der Gespräche in den nächsten Wochen sein. Denn der Berliner Tanzsport wird zwar durch den Paartanz geprägt, ist aber deutlich vielschichtiger und wir wollen, wenn möglich und darstellbar, allen Mitgliedern der Berliner Tanzsportvereine bald wieder das Tanzen ermöglichen - ob in Gruppen oder Formationen, ob beim Twirling oder Boogie Woogie, ob beim Capoeira oder Breaking.

von Thorsten Süfke

Das digitale LSB-Familiensportfest 2020: Der Film

Das große Familiensportfest des Landessportbunds Berlin ist das Schaufenster des Breiten- und Freizeitsports unserer Stadt. Es lockt Jahr für Jahr Zehntausende am letzten Sonntag der Sommerferien in den Olympiapark Berlin. In diesem Jahr konnte es wegen der Corona-Pandemie nicht in bewährter Form stattfinden.

Dafür brachte der LSB das Familiensportfest Ende Oktober auf zahlreichen digitalen und Social Media-Kanäken direkt nach Hause auf den Bildschirm: Mit motivierenden und unterhaltsamen Angeboten aus vielen Sportarten, die Familien mit ihren Kindern zum Mitmachen anregen – und in die Sportvereine einladen.

Und jetzt gibt es das Event als Aufzeichnung. Ab Minute 13 präsentiert sich der Tanzsport - zum Film (YouTube).

von Thorsten Süfke

Informationen zur Bundeswertungsrichterschulung online

Die Bundeswertungsrichterschulung (S-Lizenzen) wird zum ersten Mal wegen Corona online stattfinden. Der Termin bleibt auf dem 11./12./13. Dezember 2020. Die Videos stehen bis Montag, 14. Dezember 23:59 Uhr zur Ansicht bereit.

Anmeldung: Die Anmeldung zu dem Lehrgang erfolgt – wie sonst auch – ganz normal über die jeweiligen Landestanzsportverbände (Berlin = Mail an info@ltv-berlin.de). Die Anmeldungen müssen bis spätestens 20. November eingegangen sein.

Lehrgangsgebühr: Die Lehrgangsgebühr kann entweder durch Einlösung der Gutscheine über die ESV oder durch Zahlung auf das DTV-Konto entrichtet werden. An dieser Stelle weisen wir vorsorglich darauf hin, dass die ESV-Kontaktdaten, falls nötig, zu aktualisieren sind.

Videos: Die Videos werden für den oben genannten Zeitraum auf der DTV-Homepage passwortgeschützt online gestellt. Ein Download ist nicht möglich. Passwörter und Link werden in der Woche vor dem 11. Dezember an die gemeldeten Teilnehmer*innen versandt.

DTV-Veröffentlichung

von Thorsten Süfke

Corona - Aktueller Sachstand und nahezu vollständige Einstellung des Trainings- und Turnierbetriebs bis 30. November

Stand: 11. November / 13 Uhr

Liebe Berliner Tanzsportler,

Mitte letzter Woche kündigte sich die elfte Version der Infektionsschutzverordnung an. Und diese, seit 7. November geltende, Verordnung hat klargestellt, dass "§5, 7a) Gedeckte Sportanlagen (Sporthallen) dürfen nur geöffnet werden, soweit dies erforderlich ist" und zwar einzig für Kadersportler.

Für wenige Tage hatten wir zuvor zwischen öffentlichen und privaten Sportanlagen differenziert, wobei es auch dort viele Graubereiche gab. Und auch die Klarstellungen der Senatsverwaltung für Wirtschaft gaben von einer anderen Seite betrachtet ebenfalls keine eindeutigeren Hinweise. Dann war vorübergehend unklar, ob mit „Sporthallen“ auch nur Sporthallen gemeint sind, weil die Verordnung weiterhin Individualsport – und hier auch mit Kontakt – weiterhin als zulässig beschreibt.

Doch diese vorherige Aussage, dass Kontaktsport (Paartanz) nach den Buchstaben der Verordnung dann gestattet ist, wenn beide Tanzpartner einen gemeinsamen Haushalt haben, lässt sich leider nicht länger sinnvoll aufrechterhalten, denn dafür dürfen eben keine gedeckten Sportanlagen genutzt werden. Und Paartanz als Outdoor-Sport im Winterhalbjahr ist eher unwahrscheinlich.

Insofern gibt es jetzt ein generelles Indoor-Sportverbot, das einzig nicht so klar in der Verordnung benannt ist.

Der Trainingsbetrieb in den Vereinen und im LLZ Tanzen - also auf und in allen privaten und öffentlichen Sportanlagen - muss bis mindestens 30. November (Montag) wieder komplett ruhen.

Zu den wenigen Ausnahmen zählen:

  • Bundes- und Landeskaderathletinnen und -athleten,
  • und Kinder im Alter von bis zu 12 Jahren, wenn der Sport im Freien in festen Gruppen von maximal 10 anwesenden Personen zuzüglich einer betreuenden Person ausgeübt wird.

Für unsere Kadersportler steht das LLZ Tanzen nach vorheriger Anmeldung für das eigene Training zur Verfügung und wird derzeit intensiv genutzt. Aber, so die Vereine dies organisatorisch darstellen können, dürfen auch die eigenen Vereinsräume von den Kadersportlern genutzt werden. Dies unter der Voraussetzung, dass sämtliche Hygiene-Vorschriften (von AHA+L bis zu Dokumentationspflicht) eingehalten werden. Wo gewünscht, haben wir den Vereinsvorständen der Kadersportler entsprechende Bescheinigungen zukommen lassen.

Auch wenn wir alle gehofft hatten, und es für uns nach wie vor vorstellbar ist, dass Personen eines Haushalts gemeinsam in Räumen Sport treiben, so hat die Berliner Politik hier nun doch eine unmissverständliche Position über alle Ebenen eingenommen. Vor dem Hintergrund der in diesen Tagen immer neuen Höchststände bei den Berliner Infektionszahlen sind weitere Gesprächsansätze durch den Berliner Sport derzeit schwer zu formulieren. Und dennoch..

Unter dem Titel „DOSB und Landessportbünde machen mobil“ hat der DTV die News zu den aktuellen Anstrengungen dieser Dachverbände veröffentlicht. In dem Schreiben an die Ministerpräsidenten und Bürgermeister der Bundesländer heißt es: „Unsere Sportvereine, die Sportverbände und Landessportbünde in Deutschland sind in der Lage, zahlreiche Sportangebote zu unterbreiten, die auch bei hohen Inzidenzwerten verantwortbar sind, um die o.g. positiven Effekte zu erzielen und damit die Pandemiebekämpfung zu unterstützen. Dies gilt unter anderem für die Mehrzahl der Bewegungsangebote auf Sportfreianlagen, im öffentlichen Raum und auch in großen gedeckten Sportanlagen. Umfangreiche Infektionsschutz- und Hygienekonzepte sind vorhanden und werden bzw. wurden schon erfolgreich umgesetzt. Sie haben sich seit Beginn der Pandemie bewährt und wurden laufend verbessert.“

Im Vergleich zu anderen Bundesländern liegen wir offenbar im Mittelfeld – in Hessen sind derzeit wieder alle gedeckten Sportanlagen für den Individualsport (und Paartanzen) geöffnet, in Baden-Württemberg entscheidet dies jede Kommune für sich und in NRW dürfen einzig Olympiakader-Athleten trainieren.

Wir wissen um die schwierigen Diskussionen und Entscheidungen in den Vereinen. Und wir wissen auch, wieviel Arbeit und Engagement in den Hygienekonzepten sowie deren Umsetzung während der letzten Monate stecken. Daher setzen wir ebenso auf Berliner Landesebene weiter auf Gespräche mit den politischen Entscheidungsträger, denn in den vergangenen Tagen haben allein wenige Staatssekretäre alles entschieden.

LSB-Präsident Thomas Härtel hat dem Regierenden Bürgermeister zusätzlich am 10. November geschrieben: „Für Ihre nächsten Beratungen sowohl auf Bundes - wie auch auf Landesebene bitten wir Sie, für den Vereinssport eine klare Perspektive einzuplanen. … Für zwei Dinge setzen wir uns weiter ausdrücklich ein: Zum einen sollte Sporttreiben für alle Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre möglich werden. Das wäre ein spürbarer Beitrag, um die sozialen Folgen der Pandemie abzumildern. Zum anderen wäre die Zulassung von Individualsport in Sporthallen ein wichtiges Signal. Andere Bundesländer wie Hessen haben sich ebenfalls dafür entschieden. Bei geringem Risiko und Aufwand würde das viele Menschen weiter in Bewegung halten. Für den Schulsport sind die Hallen ohnehin geöffnet, werden auch gereinigt und sie sind ein Ort für vielfältiges Sporttreiben. Mit solchen aus unserer Sicht einfach umsetzbaren Lösungen wird auch die Akzeptanz für die Verordnung steigen.“

Wir schließen uns dieser Positionen an und sind Thomas Härtel dankbar, dass er die Gesprächsfäden weiter aufrecht hält.

So, nun hoffen wir alle, dass das Pandemie-Geschehen abflacht, möglichst viele gesund bleiben und wieder weniger Menschen eine intensiv-medizinische Betreuung benötigen oder gar versterben. Wenn die Entwicklungen wieder nachhaltig eine positive Richtung einnehmen, werden wir unsere Gespräche intensivieren.

Präsidium Landestanzsportverband Berlin

von Thorsten Süfke