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Platz 3 für Arthur Zschäbitz/Antonia Lange bei internationalem Online-Wettbewerb der WDSF

Ende Mai hatte die World DanceSport Federation (WDSF) Tänzer*innen auf der ganzen Welt dazu eingeladen, an einem Online-Contest unter dem Hashtag #JustDance teilzunehmen. Auch Arthur Zschäbitz/Antonia Lange vom btc Grün-Gold der Turngemeinde Berlin 1848 schickten ihr Video ein – und sahnten den dritten Platz auf dem virtuellen Siegerpodest ab. Die WDSF hatte den Wettbewerb aber nicht nur deshalb ausgerufen, weil sie den internationalen Tanzsportler*innen jedweder Stilrichtung die Möglichkeit geben wollte, trotz der coronabedingten Trainings- und Wettkampfbeschränkungen mit ihrer Sportart verbunden zu bleiben.

Darüber hinaus stellen die eingereichten Aufnahmen, die eine Dauer von 45 bis 60 Sekunden aufweisen sollten, die Basis für eine wissenschaftliche Forschungsstudie an der Stanford University dar. Zum Bewerbungsprozess gehörte daher auch die Beantwortung eines Fragebogens, den die Forscher ausgearbeitet hatten. „Mit ihren Videos helfen die Athlet*innen dabei, die Forschung im Bereich Tanzsport voranzubringen“, heißt es auf der Homepage der WDSF.

Und das Berliner Bundeskader-Paar nutzte im Rahmen einer Sondergenehmigung die Berliner Museumsinsel für eine beeindruckende Tango-Interpretation. Herzlichen Glückwunsch zur Bronze-Medaille!

Das Video ist auf dem Instagramprofil von Antonia einsehbar: https://www.instagram.com/p/CB_A3_8qqJ1/?igshid=1ob5wr5uxfbb6

von Nils Benger

Corona-Pandemie: Turnieren-Absagen im September / neue LM-Termine / LLZ Tanzen bleibt geschlossen

Zusammenfassung - Sachstand (per 5. Juli/21:00 Uhr)

Der Senat von Berlin hat auch mit der aktuellen Infektionsschutzverordnung vom 23./27. Juni bis auf weiteres den Wettkampfbetrieb in den Kontaktsportarten ausdrücklich untersagt ist.

Abgesagt sind daher alle offenen Turniere im Monat September der LTV-Mitgliedsvereine.

Die gemeinsamen Landesmeisterschaften mit Brandenburg sind in die zweite November-Hälfte verschoben. Die neuen Termine sind:

14. November - LM Berlin Brandenburg - Kin/Jun/Jug D.C in den Standardtänzen (in Frankfurt/Oder, ursprünglich vorgesehen für den 12. September)

28. November - LM Berlin Brandenburg - Hgr D.C.B.A.S sowie Hgr II/Sen I/Sen III S in den Standardtänzen (in Berlin, ursprünglich vorgesehen für den 19. September)

29. November - LM Berlin Brandenburg - Jun I/Jun II B, Jug B.A, Hgr II D.C.B.A und Sen I/Sen II/Sen III/Sen IV D.C in den Standardtänzen (in Berlin, ursprünglich vorgesehen für den 13. September)

Daher ist der Havelpokal beim Ahorn-Club auf den 7. November vorverlegt (war geplant für den 14. November) und der Lindenhof-Pokal des TTC Carat am 28./29. November ist abgesagt worden. Wir danken diesen beiden Vereinen für die Kooperation.

Das LLZ Tanzen in der Max-Schmeling-Halle ist weiterhin für den Trainingsbetrieb geschlossen!

DTV

Der DTV-Verbandsrat einigte sich Mitte Juni auf folgende Empfehlung: „Der DTV empfiehlt, alle vom DTV vergebenen Turniere (DM/DP/DC) bis Ende September abzusagen. Die Entscheidung zur Durchführung offener Turniere, Landes- und gemeinsamer Landesmeisterschaften obliegt den Ländern.“

Entsprechend wurde im DTV der Beschluss gefasst: "Aussetzung der DTV-Turnieranmeldegebühren laut Finanzordnung befristet bis zum 31.12.2020 für alle Turnierveranstaltungen."

Turnierabsagen

Die für den 12. September nach Nürnberg vergebenen Ranglistenturniere der Hauptgruppe und der Senioren III Standard sind abgesagt.

Der Deutschlandpokal der Senioren III Standard am 26. September sowie die Ranglistenturniere der Hauptgruppe und Senioren I Standard am 27. September in Mainz sind ersatzlos abgesagt.

Die DTV-Breitensporttournee, am 10./11. Oktober in Ludwigsburg geplant, wird abgesagt bzw. in das Jahr 2021 verschoben.

Die Deutsche Meisterschaft Standard der Senioren I und der Deutschland Cup U21 (Kombination), beide am 24. Oktober 2020 in Köln geplant gewesen, und der Deutschland-Cup Standard der Hauptgruppe A, am 31. Oktober in Wetzler terminiert gewesen, sind abgesagt.

Bis Jahresende wird es keine JMC-Formationsturniere für Kinder und Jugend mehr geben (außer ggf. die Jazz-Qualifikation zur WM Ende Oktober in Freiburg/Breisgau).

Aussichten Wettkampfbetrieb

"In den Bundesländern, in denen bereits wieder etwas möglich ist, soll weiterhin an Konzepten zur Umsetzung des Wettkampfbetriebs gearbeitet werden. Verbände und Vereine können hier auf die Unterstützung des DTV zählen. Denkbar sind viele Varianten im Sportbetrieb: Begrenzung von Zuschauer- und Teilnehmerzahlen, abgespecktes Wertungsgericht und/oder Verzicht auf Doppelstarts. In den Landestanzsportverbänden, in denen wegen der aktuellen Verordnungen kaum etwas möglich ist, könnte ein Wiedereinstieg über kleinere Wettbewerbsarten wie Vereinsmeisterschaften oder Vergleichswettbewerbe umliegender Vereine funktionieren. Das Präsidium bleibt hier für weitere Ideen offen und wird Ausrichter, die sich an dem Wiedereinstieg in den Wettkampfbetrieb beteiligen, unterstützen", so der Wortlaut einer Mitteilung des DTV-Präsidiums auf der Verbandshomepage vom 24. Juni.

von Thorsten Süfke

Mit Abstand beste Ergebnisse

Der Beginn der diesjährigen Trainer C-Neuausbildung, für März geplant, musste zunächst mehrfach verschoben werden. Auch hier lautete der Grund: Corona. Ebenso häufig wurde der Zeitplan verändert und man überlegte, zunächst die theoretischen Einheiten vorzuziehen und hierfür fanden die Verantwortlichen gemeinsam mit den Fachreferenten eine Lösung: Online-Schulungen inklusive Test-Lerneinheit und Online-Fragestunde hießen die Zauberwörter.

Aber wie konnten die Präsenzschulungen umgesetzt werden? Die Lockerungen der Einschränkungen für den Bildungsbereich zum Monatswechsel Mai/Juni kamen den Organisatoren gelegen, doch die Sportstätten blieben zunächst gesperrt, darunter das vorgesehene LLZ Tanzen als Lehrgangsort.

Mit Unterstützung des Landessportbunds Berlin fand sich ein Seminar- und Tagungsraum, ausreichend groß und mit Parkett ausgestattet, für die ersten Präsenz-Einheiten, die unter besonderen Hygiene- und Abstandsregeln stattfanden.

Mit Abstand und in kleinen Gruppen - so lauten aktuell und ebenso weiterhin die Vorgaben für die kommenden Lehrgangsteile. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Prüfungsdurchführung und so entschied man gemeinsam mit der DTV-Lehrwartin, die überfachliche Prüfung und somit die Lehrgangsteilnehmer in zwei Gruppen aufzuteilen. Auf freiwilliger Basis traten so am Samstag (4. Juli) schon einmal 18 der rund 35 Lehrgangsteilnehmer zur schriftlichen Prüfung in den Lernbereichen 1 bis 3 an. In der LSB-Sportschule am Schöneberger Priesterweg bestanden fast alle Teilnehmer den überfachlichen Teil ihrer Lizenzausbildung zum Trainer C Standard/Latein.

Die fachlichen Prüfungen und die schriftliche Prüfung für die zweite Teilgruppe werden Anfang September folgen.

von Thorsten Süfke

Neues von Corona - Lockerungen für Landeskader in Aussicht

Am Dienstag (30. Juni) fand das angekündigte Spitzengespräch in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport statt. Für die Kontaktsportarten war die Präsidentin des Berliner Karate-Verbandes und zugleich Vorsitzende der LSB-Präsidentenversammlung, Kathrin Brachwitz, eingeladen. Im Nachgang fasst sie zusammen: „das Gespräch war ziemlich frustrierend…es bleibt alles quasi wie gehabt…einzig für Landeskader soll es demnächst Ausnahmeregelung geben.“

Vielleicht haben einige den im Nachgang erschienenen Artikel im Tagesspiegel gelesen.

Der positive Aspekt ist, dass nunmehr die Senatsverwaltung alle Landesfachverbände hinsichtlich der Landeskader kontaktierte. Hier wird es jetzt in Kürze eine Lösung im Sinne des Sports geben:

Da wir ja bereits Anfang Juni in dieser Richtung tätig waren, konnten wir als erster Verband noch vor Eingang der offiziellen schriftlichen Anforderung, unsere Landeskader zu benennen, alle Namenslisten einreichen. Und der Zugang des entsprechenden Bescheids wird Anfang nächster Woche erwartet. Darin sind alle Landeskader-Paare des LTV Berlin  namentlich aufgeführt, die keinen gemeinsamen Haushalt haben, und diese können überall im Land Berlin unter den Hygiene-Vorschriften der jeweiligen Trainingsstätte bzw. des Vereins mit Kontakt trainieren. Ursprünglich sollte dies je Paar auf einen bestimmten Trainingsort beschränkt sein, aber diese Überlegung kommt nun nicht zum Tragen.

Der LTV Berlin wird das Dokument den Paaren direkt zukommen lassen. Diese müssen sich dennoch vollständig dem jeweiligen Hygiene-Konzept unterordnen und auf jeden Fall in der Anwesenheitsdokumentation bei jedem Training in der Trainingsstätte/im Verein aufgeführt werden. Weitere Voraussetzungen müssen die Landeskader-Paare nicht erfüllen. Die Rahmenbedingungen für die Bundeskader-Paare bleiben hingegen unverändert.

Hinsichtlich der Klage-Planung des Landesruderverbands Berlin sind weitere Kontaktsport-Fachverbände und der LSB Berlin in intensiven Gesprächen. Risiken, Kosten und Aussichten des Rechtsstreit werden wir genau abwägen.

Ein weiteres positives Signal ist, dass das LLZ Tanzen für die Landeskader-Paare und das Landeskader-Training vielleicht bald wieder geöffnet wird. Allerdings müssen hier noch Absprachen mit der Velomax (Max-Schmeling-Halle) als Hausherr erfolgen und dann ein passendes Hygiene-Konzept erstellt sowie die Trainingsaufsicht organisiert werden.

Freies und offenes Leistungssporttraining wird jedoch absehbar noch nicht möglich sein und hinsichtlich der Vereinszeiten haben wir noch keine weitergehenden Informationen.

Und auch Vereine im Formationsbereich, die Teams in der 1. und 2. Bundesliga haben, können von einer Lockerung profitieren: Hier können ebenfalls Sondergenehmigungen für die Formationen beantragt werden.

von Thorsten Süfke

Neues von Corona - Teil 2 (2. Aktualisierung vom 29. Juni)

Die am 23. Juni vom Berliner Senat verabschiedete und seit 27. Juni geltende SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung, wie die bisherige Berliner Eindämmungsverordnung nun heißt, weist zwar eine gänzlich neue Struktur auf, doch für den Tanzsport bleibt es grundsätzlich bei den bisherigen, seit Ende Mai geltenden Regelungen - mit wenigen Ausnahmen:

"Sport darf mit Ausnahme des Personenkreises gemäß § 1 Absatz 3 (Ehe- oder Lebenspartnerinnen und -partner, Angehörige des eigenen Haushalts und für Personen, für die ein Sorge- und Umgangsrecht besteht) nur kontaktfrei und unter Einhaltung der Abstandsregelungen nach § 1 Absatz 2 (1,5 Meter) erfolgen. In den nutzungsbezogenen Schutz- und Hygienekonzepten ist für geschlossene Räume die pro Person erforderliche Mindestfläche in Quadratmetern festzulegen. ..."

Wenn bezirkliche Sportämter behaupten „Auch weiterhin ist ausnahmslos nur kontaktloser Sport erlaubt.“ (wie mindestens in Spandau geschehen), ist dies ohne weitergehende Erklärung falsch, unzutreffend und widerspricht der Infektionsschutzverordnung. Solche Aussagen führen völlig berechtigt zu Irritationen und das Präsidium das Landestanzsportverband Berlin ist mittlerweile „not amused“ über diesen Umstand. Denn weiterhin ist  Kontakt - also z.B. Paartanz oder Duos - dort möglich, wo beide Personen einen gemeinsam Mittelpunkt im tagtäglichen Leben haben!

Positiv ist die Aufhebung der maximalen Personenanzahl pro Trainingsgruppe. Diese wird jetzt durch eine, in anderen Bundesländern bereits genutzte, qm-Formel ersetzt. Diese soll sich aus dem Hygienekonzept der Einrichtung (im Sport also des Vereins) ergeben - gemäß §2:

"Die Verantwortlichen für ... Einrichtungen, insbesondere ...Vereine, Sportstätten, ...haben entsprechend der spezifischen Anforderungen des jeweiligen Angebots ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept zu erstellen und auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen.
Bei der Erstellung des Schutz- und Hygienekonzepts sind die einschlägigen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zum Infektionsschutz ...zu berücksichtigen.
Wesentliche Ziele der zu veranlassenden Schutzmaßnahmen sind die Reduzierung von Kontakten, die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern und der maximal für die jeweilige Fläche zugelassenen Personenzahl, die Steuerung des Zutritts und die Vermeidung von Warteschlangen sowie die ausreichende Belüftung im geschlossenen Raum. Aushänge zu den Abstands- und Hygieneregeln sind gut sichtbar anzubringen."

Bislang, auch auf Nachfrage, gibt es KEINE offizielle und festgeschriebene Person-pro-qm-Formel für Indoor-Sport! In Schreiben einiger Sportämter heißt es: "..haben sich die Fachbereichsleiter Sport [der bezirklichen Sportämter] und Vertreter der Senatsverwaltung auf eine Fläche in gedeckten Anlagen von 20 m² pro Person geeinigt. Hierzu ist zu bemerken, dass sich die Fachbereichsleiter wie auch die Senatsverwaltung darüber im Klaren sind, dass es durchaus Unterschiede zwischen statischen und dynamischen Sportarten gibt. Um endlose Diskussionen zu vermeiden, wurde eine generelle Zahl von 20 m² festgelegt."

Es gibt also offenbar wieder ein „NICHT“-Papier, dass die Landesverordnung interpretiert und den bezirklichen Sportämtern Richtwerte vorgibt. Dieses Vorgehen der Senatsverwaltung ohne Kommunikation mit den Fachverbänden ist außerordentliche kritikwürdig, denn es zeigt in diesem Punkt die mangelnde Kommunikationsbereitschaft seitens der Verwaltung. Und die Berliner Verwaltung hat sich nun eine dritte Unterscheidungskategorie der Sportarten überlegt: nach outdoor/indoor und kontakt/-nicht-kontakt nun also auch noch statisch/dynamisch. Wenn Gymnastik – ein sehr dehnbarer Begriff – explizit als statische Sportart eingestuft wird, fällt keine Definition für statische Sportarten leicht. Aber grundsätzlich würden wir Tanzsportler wohl behaupten, dass wir dynamisch sind…

Die weiterhin erforderliche Anwesenheitsdokumentation (§3) darf ausschließlich zur infektionsschutzrechtlichen Kontaktnachverfolgung genutzt werden und muss die folgenden Angaben enthalten:
1. Vor- und Familienname,
2. Telefonnummer,
3. vollständige Anschrift oder E-Mail-Adresse,
4. Anwesenheitszeit und...

"Die Anwesenheitsdokumentation nach Satz 1 ist für die Dauer von vier Wochen ... geschützt vor Einsichtnahme durch Dritte aufzubewahren oder zu speichern und der zuständigen Behörde auf Verlangen auszuhändigen, wenn festgestellt wird, dass eine Person zum Zeitpunkt der Veranstaltung, des Besuchs oder der Inanspruchnahme der Dienstleistung krank, krankheitsverdächtig, ansteckungsverdächtig oder Ausscheiderin oder Ausscheider im Sinne des Infektionsschutzgesetzes war. Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist ist die Anwesenheitsdokumentation zu löschen oder zu vernichten."

Eine Mund-Nasen-Bedeckung (§4,1) ist in geschlossenen Räumen zu tragen - unter anderem in gedeckten Sportanlagen einschließlich ...Tanzstudios und ähnlichen der Sportausübung dienenden Räumen, außer während der Sportausübung!

Wettkampfbetrieb in Kontaktsportarten, wie Tanzen, ist weiterhin ausdrücklich verboten.

Der Senat begründet den neuen Titel und die Strukturveränderungen mit der "zunehmenden Stabilisierung der Epidemie und steigendem Verständnis in der Bevölkerung für die Wichtigkeit hygienischer Maßnahmen... Zugleich ist davon auszugehen, dass ... die insgesamt sehr erfolgreiche Umsetzung der Kontaktbeschränkungen sowie der Abstands- und Hygieneregeln eine grundlegende Voraussetzung für die inzwischen, trotz einzelner Infektionsschwerpunkte, vergleichsweise moderate epidemiologische Lage sein dürfte."

"Statt einer Fortschreibung der bisherigen Eindämmungsmaßnahmenverordnung gibt es nun eine neu strukturierte SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung, deren Schwerpunkt in der Normierung allgemeiner Verhaltensregeln während einer Pandemie liegt wie der Aufforderung, Kontakte gering zu halten und die Abstands- und Hygieneregeln zu beachten", heißt es weiter.

Im Ergebnis ergibt sich also eine Limitierung der Gruppengröße aus der Raumgröße und unter Beachtung der bestmöglichen Belüftung sowie Einhaltung aller sonstiger Hygiene- und Abstandsregeln gemäß dem vereins-/einrichtungsspezfischen Hygienekonzept.

Kontakt - also z.B. Paartanz - ist dort möglich, wo beide Personen einen gemeinsam Mittelpunkt im tagtäglichen Leben haben. Die begleitende Erklärung des Senats zeigt auf, dass man bei allen Lockerungen weiterhin drei Kernelemente bei der Pandemie-Eindämmung sieht: keine direkten Kontakte, viel Abstand und bestmögliche Hygiene.

Von daher kann es derzeit wenig Zuversicht für die Kontaktsportarten geben, dass der Trainingsbetrieb kurzfristig wieder normal und für alle Mitglieder angeboten werden kann. Von Veranstaltungen und Turnieren ganz zu schweigen.

Auf das Schreiben einiger Sportfachverbände (auch des LTV Berlin) und des Landessportbund Berlin, die sich neben Klarstellungen und weiteren Hallenöffnungen vor allem weitere sinnvolle Lockerungen wünschten, ist die zuständige Senatsverwaltung bislang nicht wirklich eingegangen (abgesehen von manchen Änderungen in der neuen Verordnung). Stattdessen wurde zu einem Spitzengespräch am 30. Juni eingeladen, bei dem die Landesfachverbände und Kontaktsportarten von der Präsidentin des Berliner Karate-Verbandes und zugleich Vorsitzenden der LSB-Präsidentenversammlung vertreten werden.

Nochmals werden wir unsere sachlichen Argumenten und Anregungen zusammentragen und diese dem Senat übermitteln. Denn zwischen Verbot und "Kontaktsport für alle" gibt es viele Zwischenstufen. Nach wie vor geht es uns allein um eine Gleichberechtigung des Sports, besonders der Kontaktsportarten, mit anderen Gesellschaftsbereichen, wo trotz Mund-Nasen-Schutz und Abstand vieles wieder nahezu normal ist. Erklärtes Ziel aller Verbände ist es, Lockerungen für Trainingstandems (im Tanzsport also feste Tanzpartnerschaften) und/oder Kleinst-/Kleingruppen zu erreichen. Wenn diese Tandems und Kleinst-/Kleingruppen immer gemeinsam trainieren (unter Einhaltung aller weiteren Regeln und bei entsprechender Dokumentation), sollte sich ein Infektionsrisiko angemessen begrenzen und eingrenzen lassen.

In den letzten Tagen erreichten uns einige Anfragen zu freiem Training. Dieses scheint derzeit nur auf Basis enger Regeln möglich zu sein:

  • nach vorheriger Anmeldung
  • nur für Paare eines Haushalts (ansonsten mit Abstand!)
  • unter Berücksichtigung der Gruppengröße/einer qm-Formel
  • feste Gruppeneinteilung
  • Anwesenheitsdokumentation gem. den Vorgaben der Verordnung
  • alle sonstigen Hygiene- und Abstands-/Zutrittsregeln
  • Aufsicht und regelmäßiges Lüften

So, wie wir Freies Training bis Mitte März kannten, kann es derzeit nicht durchgeführt werden. Ggf. gibt es auch noch bezirkliche Vorgaben und zudem muss es natürlich im Hygienekonzept des Vereins auch definiert und beschrieben sein.

Es nehmen in den sozialen Medien die „Hinweise“ zu, dass sich nicht alle an die Vorgaben der Infektionsschutzverordnung halten. Hier appelliert das Präsidium an alle Berliner Tanzsportler, den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, die Grundlage der Berliner Infektionsschutzverordnung sind, einzuhalten.

von Thorsten Süfke

2021: Endveranstaltung Goldene 55 findet in Berlin statt

Die Endveranstaltung der Turnierserie Goldene 55 im Jahr 2021, um die sich in der ersten Vergabe-Runde kein Verein beworben hatte, hat nun ihren Ausrichter gefunden: Sie findet am 2. Oktober 2021 beim TSZ Blau Gold Berlin im Rahmen der Tegeler See-Trophy statt.

von Thorsten Süfke

Neues von Corona

Liebe Berliner Tanzsportler,

am Dienstag (23. Juni) gab es viele News-Ticker-Meldungen, die von Lockerungen in Berlin sprachen und eine neue Eindämmungsverordnung, die mittlerweile Zwöfte, ankündigten.

Auf den „bösen“ Brief des LSB Berlin und vieler Sportfachverbände von Anfang letzter Woche - wir hatten darüber berichtet-, gab es leider bis Ende letzter Woche keine Reaktion seitens des Senats. Unter Verweis auf die Entscheidungsabsicht des Senats am Dienstag, wurde dann eine Beantwortung für den gleichen Tag angekündigt.

Am Nachmittag des Dienstags (23. Juni) erschien dann folgende Pressemitteilung der Senatskanzlei:

Darin steht u.a.

Anwesenheitsdokumentation:
Damit das Gesundheitsamt mögliche Kontaktpersonen schnell ansprechen kann, ist es wichtig, dass sie Listen mit Kontaktdaten von Menschen nutzen kann. Solche Anwesenheitsdokumentationen müssen …, für den Sportbetrieb und … mit mehr als 20 zeitgleich anwesenden Personen geführt werden.

Mund-Nasen-Bedeckung:
Eine Mund-Nasenbedeckung ist vor allem in geschlossenen Räumen wichtig, um andere Menschen vor Infektionen zu schützen. Sie ist zu tragen … in Sportanlagen oder Fitnessstudios (nicht beim Sport selbst). Ausnahmen gibt es unter anderem für Kinder unter sechs Jahren und für Menschen mit Behinderung oder gesundheitlichen Einschränkungen.

Weitere Hygiene- und Schutzregeln für besondere Bereiche (Auswahl):
...Sport darf kontaktfrei unter Einhaltung der Abstandsregeln stattfinden.

Aktuell wissen wir und der Landessportbund Berlin noch nicht mehr. Wir werden vermutlich wieder den finalen Wortlaut der neuen Eindämmungsverordnung abwarten und dann weiter informieren.

 

von Thorsten Süfke

Verschiebung der Landesmeisterschaften in den November

Liebe Tanzsportler in Berlin und Brandenburg,

in der aktuellen Situation und mit den unterschiedlichen Landesverordnungen sowie den landkreis-/bezirksindividuellen Umsetzungen gibt es derzeit noch keine Aussicht auf einen normalen Trainingsablauf und Turniere.

Zudem gibt es seitens des DTV die Empfehlung, bis Ende September auf die Durchführung von Turnieren zu verzichten.

Weil wir aber noch nicht die letzte Hoffnung aufgeben wollen und in vielen Gesprächen zugehört haben, verschieben wir alle für den September geplanten Landesmeisterschaften in Absprache mit den ausrichtenden Vereinen auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr.

Hierzu haben schon einige Gespräche stattgefunden, manches konnte schon geklärt und in die Wege geleitet werden, wenige Details müssen noch konkretisiert werden: dann wollen wir Mitte und Ende November hoffentlich unsere letzten Landesmeister Berlin-Brandenburg des Jahres 2020 küren…

…wenn, und dies sei an dieser Stelle deutlich geschrieben, die behördlichen Vorgaben, die weitere Entwicklung der Pandemie und die Organisationsmöglichkeiten dies zulassen. Denn uns ist weiterhin die Gesundheit aller sehr wichtig und zugleich wollen wir unserer Leidenschaft für den Tanzsport bald wieder gemeinsam nachgehen.

Und wir hoffen zugleich, dass die Rahmenmöglichkeiten bald wieder mehr und vor allem Training für alle ermöglichen, ein weitgehend normales Vereinsleben stattfinden kann sowie dann auch wieder Tanz-Turniere ab Oktober in Berlin und Brandenburg durchgeführt werden dürfen und können..

Die Präsidien
Landestanzsportverband Berlin und Landestanzsportverband Brandenburg

von Tatjana Hagel

Online-Wahl zum DTV-Tanz des Jahres 2020 - Berliner Choreografie im Finale

Wieder waren Einfallsreichtum und Kreativität gefragt, denn Tanzsport Deutschland hatte seinen jährlichen Aufruf gestartet, Ideen und Vorschläge für den DTV-Tanz des Jahres zu entwickeln.
Der Tanz soll innerhalb kurzer Zeit (10 Minuten) für Jedermann - ob Freizeit- oder Leistungssportler - erlernbar und auf möglichst aktuelle Musik tanzbar sein.
Vor Corona, bis 24. Februar, waren einige Vorschläge eingereicht worden, doch die übliche Kür des Tanz des Jahres, beim Seminar-Wochenende in Enzklösterle, entfiel. So haben nun diesmal alle die Chance, den Tanz des Jahres 2020 bei einer Online-Wahl aus den von einer Jury vorausgewählten Finalisten zu bestimmen.

Auf der DTV-Homepage können Sie sich im Menübereich Sportentwicklung -> Breiten- und Freizeitsport -> Tanz des Jahres Onlinevoting die vier Vorschläge zum Tanz des Jahres 2020  in aller Ruhe ansehen und sich anschließend mit dem Link an der Onlinewahl beteiligen. Vier Choreografien stehen zur Wahl.

Vorschlag 1 kommt in diesem Jahr aus Berlin, der in Zusammenarbeit mit der Möwenseegrundschule und dem OTK Schwarz-Weiß 1922 entstanden ist. Kirsten Hansch, die mit ihrer letztjährigen Choreografie bereits im vergangenen Jahr Platz Zwei erreichte und der dann auch im Rahmenprogramm der DM Anfang November zu sehen war, ist jetzt im Jahr 2020 wieder in der engeren Auswahl dabei.

Unterstützen Sie gerne Berlin bei der Wahl zum Tanz des Jahres mit Ihrer Stimme!

Achtung: Sie haben nur eine Stimme, die Sie bitte Ihrem Favoriten zukommen lassen. 

Wir wünschen viel Spaß beim Ansehen, Nachmachen und Abstimmen. Die Wahl endet am 20. Juli 2020 um Mitternacht. Das Ergebnis wird zeitnah an gleicher Stelle veröffentlicht und auch hier beim LTV Berlin werden wir berichten. 

Direktlink: Onlinevoting Tanz des Jahres

Weitere Infos zum DTV-Tanz des Jahres unter www.tanzsport.de

von Nils Benger

Corona und Paartanz - Noch immer dürfen nicht alle tanzen

Aktuell dürfen beim Paartanz nur zwei Personen, die einen gemeinsamen Lebensmittelpunkt haben, zusammen tanzen und die Vorgaben der aktuellen (9. und 10.) Eindämmungsverordnung werden durch bezirklich Alleingänge eingeschränkt.

Dies alles ist noch nicht so recht erfreulich und von daher haben mehrere Kontaktsportarten (Tanzen, Karate und Fechten) an den LSB-Präsidenten und -Direktor geschrieben.

In dem Schreiben heißt es „im Rahmen der Möglichkeiten konnten wir für den Berliner Sport in den vergangenen Wochen einiges im Rahmen der Lockerungen erreichen. Das war gut, zu dem Zeitpunkt Ende Mai ein wichtiges Signal, aber aus heutiger Sicht und im weiteren Verlauf nicht ausreichend. Nach wie vor, so ist nicht nur unser Eindruck, steht der Sport – und einige (Kontakt-)Sportarten sehr deutlich – ganz am Ende der Themenkette der politisch handelnden Personen. Auch die Positionen der für den Sport zuständigen Senatsverwaltung werfen immer mehr Fragen auf…eigentlich mehr Stirn runzeln und dann Verärgerung.

Die in Corona-Zeiten neu definierte Sportarten-Gruppe der Kontaktsportarten wird in Berlin leider gänzlich unbeachtet (außer bei der Verbotsaufzählung), wohingegen es mittlerweile in wohl allen anderen Bundesländern den Wegfall der Kontaktbeschränkungen im Sportbereich gibt – zumindest, wenn es einen festen Sportpartner/in gibt. Jegliche Kompromissvorschläge unsererseits (z.B. feste Trainingspartner, Kleinst- und kleine Gruppen), mindestens für die Landeskader, werden von der Verwaltung vom Tisch gewischt. Aber selbst dieser Kompromiss wäre nur ein längst überfälliger Schritt, denn in anderen Bundesländern wird es sogar bald wieder erste Turniere geben (auch wenn die DTV-Empfehlung lauten wird, dass bis 30. September auf offene Turniere verzichtet wird).

Ferner haben die drei Verbände aufgeführt: „Die nach der Berliner Landesverordnung mögliche Freigabe der gedeckten Sportanlagen wird von den Bezirken nur teilweise umgesetzt. Es gibt ein geheimes Dokument, welches nicht durch die Verordnung begründet ist, von der SenInn aber als Maßgabe an die Bezirke versandt wird. Zudem werden in diesem Dokument Vorgaben gemacht, die den Ausführungen der Verordnung widersprechen (z.B. Kontaktverbot für Personen eines Haushalts beim Sport treiben, Reduzierung von Personen pro Trainingsgruppe per qm-Definition).

Und obwohl qualitativ hochwertige Hygienekonzepte von Verbänden und Vereinen vorliegen, bleiben diese gänzlich unbeachtet, wohingegen private/kommerzielle Anbieter auf Basis ihrer Hygiene-Konzepte eine Sondergenehmigung nach der anderen bekommen (für Schwimmbäder und Tanzschulen). Wieso erreicht die Senatsverwaltung für Wirtschaft für deren Klientel mehr als die Senatsverwaltung für Inneres und Sport für alle Beteiligten der Sportmetropole Berlin?

In der Konsequenz auch dieses Schreibens hat der LSB Berlin am 16. Juni (Dienstag) an den Senat geschrieben. Darin heißt es u.a. „die derzeitige Situation des Berliner Sports, insbesondere nach der verspäteten Öffnung von gedeckten Sportanlagen, hat bei vielen unserer Vereine und Verbände starke Irritationen ausgelöst. Nach der aktuell geltenden Rechtsverordnung ist es nicht plausibel zu erklären, warum in der Anwendung mit unterschiedlichem Maß gemessen wird. So nehmen wir zur Kenntnis, dass der Schulsport in Sporthallen mit einer Trainingsgruppenstärke von 16 Personen durchgeführt werden kann, hingegen die Gruppenstärke einer privaten Sportschule lediglich acht Personen umfassen darf. Andererseits soll der Vereinssport nach der aktuellen Verordnung mit bis zu 12 Personen (unter Reduzierung von Personen pro Trainingsgruppe per qm-Definition) zulässig sein. Darüber hinaus hebelt das weiterhin nicht final abgestimmte Rahmenkonzept zur Sporthallennutzung, auf welches jedoch sämtliche Berliner Bezirke Bezug nehmen, durch eine Abstandsregelung von 30 qm² pro Person diese Vorgaben aus.“

Und abschließend hat der LSB Berlin formuliert: „Wir stellen uns daher an die Seite der Vereine und Verbände und fordern eine unmissverständliche, klarstellende und verbindliche Aussage zu den Abstandsregelungen, den geltenden Gruppenstärken und den weiteren Fragestellungen ..“

Da in der nächsten Woche eine neue, aktuelle Version der Landesverordnung vom Senat beraten und beschlossen werden soll, hoffen wir, dass die deutliche und öffentliche Kritik nunmehr endlich aufgegriffen und sachlich beantwortet wird – im Idealfall durch weitere, sinnvolle und den Hygieneempfehlungen entsprechenden Lockerungen für den Sport.

Denn – so der Standpunkt der Verbände: Der Sport leistet immer seinen Beitrag für die Gesellschaft – im sozialen, im integrativen, im inklusiven und gesundheitlichen Bereich – doch mit der Flüchtlingskrise und jetzt der Corona-Pandemie wurde/wird den Sportvereinen ein großer Anteil der Folge-Bewältigung aufgebürdet. Wir müssen deutlich machen, dass der Titel einer Ehrenamt-Hauptstadt (den Berlin im Jahr 2021 trägt) nicht das Papier seiner Benennung wert ist, wenn jahrzehntelang gewachsene Arbeit und Strukturen des Ehrenamts im Sport in Krisenzeiten keine aufrichtige Unterstützung und Gleichberechtigung mit anderen gesellschaftlichen Bereichen erfahren, sondern vielmehr durch gefühlte Ignoranz und konkrete Benachteiligung zunichte gemacht werden. Hier entsteht eine ungerechtfertigte, gesellschaftliche Differenz zu Lasten des Sports. Und den Ehrenamtlichen in den Vereinen wird eine Moderationskompetenz zwischen Mitgliedern und politischen Entscheidungen abverlangt, die weit über die übliche, selbstverständliche ehrenamtliche und gesellschaftliche Funktion hinaus geht.

Bei allem Erreichten, wir sind leider noch nicht in der Endrunde angekommen.

Thorsten Süfke, Präsident Landestanzsportverband Berlin e.V.

von Thorsten Süfke